18. Neue Anhaltspunkte

Der nächste Morgen stand an, Rea und die anderen waren erst spät aufgestanden und zum gemeinsamen Frühstück gegangen. Es war ungewöhnlich, das große Gebäude nur noch mit vier ihrer Schützlinge teilen zu müssen. Zusammen waren sie nur noch zu neunt. Doch sie würden innerhalb der einen Woche, die ihnen noch blieb, noch genug zu tun haben; das Finale stand an und es war Arbeit genug, die noch auf sie zukommen würde. Doch der vorige Abend, beziehungsweise die vorige Nacht, war heftig gewesen, sie alle hatten noch nach der Show gefeiert bis zum Umfallen - im wahrsten Sinne des Wortes - und waren danach wirklich nur noch ins Bett gefallen. Dementsprechend spät war es nun, als Rea mit dickem Schädel in der Gemeinschaftsküche ankam. Alec grinste ihn an und sagte: “Na, bist du auch schon da, “Frühaufsteher””, es war mehr als ironisch gemeint. Rea grunzte nur als Antwort und ließ sich dann auf seinen Platz fallen. Er war irgendwie fertig. So müde war er schon lange nicht mehr gewesen, dabei hatte er das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten mal wieder einen wirklich coolen Abend verbracht. Aber gleichzeitig fühlte er auch einen kleinen Schmerz in sich - waren es Schuldgefühle? Er wusste es nicht, aber er versuchte, die Gedanken zu verbannen. Es war gut gewesen, dass er sich mal hatte ablenken können, und da sie heute, so direkt nach der Show, einen freien Tag einlegten, sie würden Morgen mit den ersten Proben für das Finale beginnen, würde er diesen Tag nutzen, um Jess mal wieder einen etwas längeren Besuch abzustatten. Apropos Jess, natürlich machte Rea sich wieder Gedanken, ob sie die Sendung gut überstanden hatte, er wusste ja, dass sie das Halbfinale hatte sehen wollen, immerhin hatte er ihre Psychologin überredet, es ihr zu erlauben.
Nun hoffte er natürlich, dass alles gut gelaufen war und würde sich heute Nachmittag selber davon überzeugen.

Doch jetzt rumorte sein Magen und Alecs dämliches Grinsen ignorierend, biss er erst einmal herzhaft ins Brötchen. Die anderen Jury-Mitglieder waren selbst noch nicht da und auch ihre Schützlinge lagen wohl noch in den Kojen.. Heute durften sie es mal, es war quasi “Sonntag” für sie. Ab Morgen wurde es wieder ernst. Als nächstes öffnete sich die Tür und Nena trat ein, sie lächelte. “Oh, die Jungs sind schon ausgeschlafen? Ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz…” “Unser Freund hier auch noch nicht, Nena…” sagte Alec und zeigte auf Rea. Dieser hob nur die Augenbraue hoch und antwortete nicht. Ja, er hatte einen Kater, aber das brauchte ihm Alec nicht dauernd auf die Nase zu binden… Er hatte wohl selbst für seine Verhältnisse - als Ire vertrug er eigentlich eine ganze Menge - doch etwas zu viel gehabt.. Egal. Jetzt schob er sich bereits die 2. Riesentasse Kaffee ein und fragte dann, als er merkte, dass es langsam wieder ging: “Wo ist Xavier? Hat den einer gesehen?” “Oh, ich glaub, der holt mal gerade die Zeitung, ist gleich wieder da”, antwortete Sascha, der bis jetzt ebenfalls sehr still gewesen war. Alec hielt sich jetzt auch zurück und so lief das Frühstück relativ ruhig ab, bis Xavier die Tür herein schneite - mit einer Tageszeitung in den Händen.

Das wäre an sich nichts merkwürdiges gewesen, aber etwas an Xaviers Art ließ Rea stutzig werden. Er wirkte verkrampft, und er schien mit seinen Augen über einen Artikel zu fliegen, der ihn anscheinend nicht mehr los ließ. Rea machte sich Sorgen: “Ähm, Xavier, is alles okay?” fragte er und auch Alec und Sascha und Nena schauten zu ihm hin. Auch ihnen fiel sein Verhalten auf. Xavier antwortete nicht, sondern setzte sich erst einmal, dann legte er die Zeitung auf den Tisch und fuhr sich, scheinbar nervös, durch die Haare. “Hey Buddy, was ist los?” fragte nun auch Alec, der nichts mehr von seiner Flapsigkeit von vorhin übrig hatte. Es war auch bis zu ihm vorgedrungen, dass mit Xavier irgend etwas nicht stimmte.

Xavier atmete einmal tief durch und zeigte dann auf die Zeitung vor ihm. “Leute, da drin steht ein Artikel.. Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll..” Xavier schien nervös zu werden und sah einmal kurz zu Rea herüber, der den Blick durchaus bemerkte und dem er überhaupt nicht gefiel… “What? What’s up?” fragte er auch schon und schaute zurück. “Xavier, du stotterst doch sonst nicht so rum… Gib mal her!” schnaufte nun auch Sascha, und schnappte sich die Zeitung, bevor ihn Xavier noch davon abhalten konnte. Er sah die ganze Seite durch, auf der sein Freund bis vorhin noch gestarrt zu haben schien, doch zuerst konnte er nichts Außergewöhnliches erkennen, nur ganz normale Zeitungsartikel eben.. Doch dann sagte Xavier nur: “der kleinere Artikel unten links in der Ecke…” Mehr sagte er nicht, doch Sascha blickte sofort dort hinüber - und erbleichte. “Was zum Teufel… Oh Shit…” sagte er und starrte Xavier an, der zurück sah und nickte. Er ahnte, dass Sascha in diesem Augenblick genau das gleiche dachte wie er.

Jetzt hielten es auch die anderen nicht mehr aus und alle versammelten sich um die Zeitung - und dann sahen auch sie, was für einen Artikel Xavier und jetzt auch Sascha, gemeint hatten. Es war nicht so groß angeschrieben wie die Schlagzeilen oder die Wirtschaftsnachrichten, aber es war klar, was die beiden so geschockt hatte, und auch Rea ließ es das Blut in den Adern gefrieren, als er jetzt den Artikel las: “Junge Frau am späten Abend nach Diskobesuch überfallen und brutal vergewaltigt. Nach den Angaben der Frau, die schwer verletzt in ein Krankenhaus eingewiesen wurde, konnte sie den Täter in der Dunkelheit nicht beschreiben. Er war sehr brutal und die Frau hatte keine Chance, ihm zu entkommen. Er ist auf der Flucht. Vor dem Mann wird gewarnt. Auch, oder gerade, weil die Polizei keine Angaben über den Täter hat, ist sie auf jede Zeugenaussage, die in diesem Fall weiterhelfen kann, angewiesen. Die Frau selber ist noch nicht weiter vernehmungsfähig und kann sich an kaum etwas erinnern. Bei Zeugenaussagen hierzu wenden Sie sich bitte an jede bekannte Polizeidienststelle oder unsere Rufnummer….” Dann folgte eine Nummer, die Rea gar nicht weiter beachtete.

Das brauchte er auch gar nicht. Die Frau brauchte den Mann nicht zu beschreiben, er wusste auch so, um wen es sich handelte.. In Rea zog sich alles zusammen. Er ballte die Fäuste und auch die anderen, die den Artikel ebenfalls gelesen hatten, stöhnten auf: “Denkt ihr, dass ER es war?” fragte Nena schließlich, in die Stille hinein. “Wer sonst…” sagte Alec, und sein vorhin noch etwas bissiger Ton war gänzlich verschwunden. “Aber das war in einer anderen Stadt..” ließ sich Nena noch vernehmen, die anscheinend doch noch Zweifel zu haben schien - oder haben wollte. Rea sah sie an: “Nena, denkst du vielleickt, dass diese Bastard here bleibt? Here wird er gesuckt… Naturlich wird er die Stadt wechseln, damit sie ihn nicht finden… Aber es passt einfack; Die Frau ist blond! Sie passt in sein Scheme… - Jess is blond…” fügte er noch hinzu. Selbst wenn er es nicht erklären konnte und dies der Polizei vielleicht nicht reichen würde, er wusste es einfach. Dieser Bastard hatte sich jemanden ausgesucht, die ihn vom Aussehen an Jess erinnert hatte, auch, wenn die Frau wohl einige Jahre älter war als das Mädchen… Aber war sie das wirklich? So viel älter? In dem Artikel stand nur “junge Frau” - also nicht “Mädchen”, doch so wahnsinnig viel älter musste sie dann gar nicht gewesen sein. Jess war 17...

Rea wurde schlecht. Dann hörte er Xavier neben sich sagen: “Anscheinend ist der Kerl zum Serientäter geworden, wenn er es wirklich ist…” “Sure, he is…” knurrte Rea nur, für ihn war die Sachlage klar. “Und wie wollen wir das der Polizei erklären? Nur aufgrund deiner - oder meinetwegen auch unserer - Vermutung, werden die das nicht gleich als Tatsache aufnehmen. Solange die Frau keine konkreten Aussagen machen kann, wird uns das nicht weiter helfen… Shit….” argumentierte Sascha. Doch Rea hörte gar nicht mehr zu. Er hatte einen anderen Plan. Eigentlich hatte er den Tag heute anders verplant gehabt, doch nun wollte er ihn ändern. Er wusste, was er zu tun hatte und so beeilte er sich, nahm den letzten Bissen von seinem Brot und spülte es mit Kaffee herunter, der eh schon ziemlich kalt geworden war und kaum mehr schmeckte, und dann stand er mit einem Ruck vom Stuhl auf, der beinahe hinten rüber gefallen wäre.

Die anderen schauten ihn irritiert an. “Äh, Rea? Was hast du vor?” fragte Xavier auch prompt, denn ihm entging nicht, dass Rea es plötzlich sehr eilig hatte, und eigentlich stand für keinen von ihnen wirklich etwas an. Sie hatten frei und wollten sich einen gemütlichen und ruhigen Tag zusammen hier im Gebäude machen - eigentlich… Doch Rea schien etwas anderes vorzuhaben, doch keiner von ihnen konnte momentan nachvollziehen, was…
Rea sah in die Runde und sagte: “Macht euch kein Sorgen, ich bin bald wieder da…” Ohne weitere Erklärungen ging er nach draußen. Natürlich war es unsinnig, natürlich machten die anderen sich Sorgen darum, was Rea nun schon wieder vorhatte, und dass es etwas mit dem Artikel zu tun hatte. Doch er war ein erwachsener Mann und sie konnten ihn nicht aufhalten, was auch immer er nun zu tun gedachte.
Und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis er wieder zurück kehren und ihnen erzählen würde, was er getan und eventuell heraus gefunden hatte. Denn dass er etwas herausfinden wollte, davon waren alle irgendwie überzeugt…

Ja, Rea hatte vor etwas heraus zu finden. Auch, wenn er sich sicher war, dass der Bastard dahinter steckte, der auch über Jess hergefallen war, ihr Stiefvater, so wollte er wirklich sicher sein; und das konnte er nur, wenn er mit dieser Frau sprach. Auch, wenn er wusste, dass dies schwierig werden würde. Ja, das würde es vermutlich, denn er gehörte nicht zu Familie; er kannte die Frau nicht mal, im Gegensatz zu Jess.. Jess hatte auch nicht zu seiner Familie gehört, aber er hatte die Verantwortung für sie, und sie hatte keine Familie mehr, also hatte man ihm und seinen Freunden ihren Zustand erklärt. Doch hier? Vielleicht würde ihre Familie ihn nicht mal an sie heran lassen? Doch er musste es probieren. Er musste mit ihr reden um wirklich sicher gehen zu können, dass es sich bei dem Täter um IHN handelte! Und so fuhr er schließlich in die Stadt, die in dem Artikel angegeben wurde, in das Krankenhaus, in dem die Frau lag. Der Zufall kam ihm zu Hilfe, in dem es dort nur ein einziges Krankenhaus gab. Denn der Name des Krankenhauses hatte nicht in dem Artikel gestanden. Doch es war nicht schwierig heraus zu finden, wo sich dieses befand, und so dauerte es nicht allzu lange, und Rea war dort angekommen.

Einige Zeit später stieg er aus seinem Wagen aus und lief auf das Krankenhaus zu. Er wusste selber nicht, ob das, was er sich nun vornahm, auch klappen würde, aber er musste es zumindest versuchen. Dann war er an der Rezeption angelangt, und fragte dort nach der Frau. Die Dame sah ihn an und schien ihn zu mustern; dann fragte sie: “Haben Sie einen bestimmten Grund, weshalb Sie sie sehen möchten, Herr?…” Rea runzelte die Stirn. Die gefiel ihm schon mal.. Als ob sie das nicht wüsste… “You don’t know who I am?” fragte er auch prompt und antwortete dann, etwas sanfter: “Ich bin Rea Garvey - und ich wollte nur mal mit der Frau sprecken, wenn das möglich is…” Die Frau sah ihn immer noch etwas misstrauisch an. “Sie wissen schon, was mit der Frau los ist, Mr. Garvey?” Rea nickte. “Dann haben Sie sicherlich Verständnis dafür, dass wir nicht einfach Fremde zu ihr lassen können - auch, wenn es noch so berühmte Fremde sind…” fügte sie noch hinzu.
Rea nickte. “Ich verstehe… Horen Sie, bitte. Ich hab eine Grund, weshalb ich sie sprecken mochte… Ich glaube, ich weiß, wer die Taeter is.. Und wenn ich sie nur eine Minute fragen konnte, dann..” Die Frau unterbrach sie: “Haben Sie mit der Polizei geredet? Wenn Sie angeblich wissen, wer die Tat begangen hat, dann sprechen Sie mit der Polizei! Tut mir leid, ich kann Sie nicht einfach zu der Frau lassen, Sie haben leider keine Berechtigung. I’m sorry!” fügte sie noch in Englisch hinzu.

Rea ballte kurz die Fäuste, aber er konnte es ja nachvollziehen. Es war ihm beinahe klar gewesen, dass es nicht so einfach werden würde, wie bei Jess. Und doch ärgerte es ihn, dass er scheinbar umsonst gekommen war… Doch er hatte keine andere Wahl als umzukehren, hier würde man ihn nicht in das Zimmer der Frau, die wohl auch auf der Intensivstation lag, lassen und mit Gewalt würde er sich keinen Zutritt verschaffen, dass war auch klar. Enttäuscht drehte er sich um, als er hinter sich einen Ruf hörte. Und das Klackern von Schuhen; Rea drehte sich um. Er sah eine ca. Mitte 20-jährige Frau, die auf ihn zugelaufen kam. “Warten Sie! Mr. Garvey?” - auch sie sah ihn etwas merkwürdig an, als ob sie sich davon überzeugen musste, dass er es wirklich war. Rea nickte. “Yes, I am Rea Garvey - ich bin Rea Garvey.. Und wer sind Sie?” fragte er noch hinterher. “Mein Name ist Claudia Schuster…” Der Name sagte ihm nichts… Die Frau antwortete ohne dass er zu fragen brauchte: “Meine Schwester ist Katharina Schuster. Sie wollten gerade zu ihr…” Jetzt wusste es Rea: Katharina Schuster war die Frau vergewaltigt worden war! Er musste schlucken. “Hören Sie..” begann er, doch die Frau unterbrach ihn erneut. Sie war aufgeregt: “Ich habe gehört, dass Sie eben gesagt haben, Sie wüssten, wer das getan hat? Dass Sie wissen, wer Kat vergewaltigt hat?” In den Augen der Frau standen Tränen. “Bitte, sagen Sie mir, was Sie wissen. Kat ist selbst noch nicht wirklich vernehmungsfähig. Die Polizei hat mit ihr gesprochen, doch sie hat nicht viel gesagt… Sie kann ihn noch nicht mal wirklich beschreiben; zum einen, weil es dunkel war, aber auch, weil sie einen großen Schock hat… Aber eben, als ich bei ihr war, ist ihr anscheinend doch noch etwas eingefallen, und ich wollte es gerade der Polizei mitteilen.. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, es ist so… so… verrückt.. Irgendwie…” Die Frau wusste wohl wirklich nicht mehr weiter, und Rea streckte den Arm aus und strich ihr kurz beruhigend über die Schulter. Dann zog er ihn wieder zurück und fragte: “Was had er Ihnen gesagt?” Er wusste nicht wieso, aber etwas zog sich auch bei ihm schon jetzt zusammen, obwohl er nicht wusste, was er nun zu hören bekommen würde. Und er sollte Recht behalten. Die Frau starrte auf den Boden und sagte schließlich: “Kat sagte, er hat einen Namen genannt… Immer und immer wieder einen Namen, und es war nicht ihrer… Sie kennt niemand mit diesem Namen…” Rea schloss die Augen. Auf der einen Seite wollte er es nicht hören, was er nun zu hören bekommen würde, doch auf der anderen Seite war es ihm beinahe klar. Er musste es wissen! “What for a name” fragte er heiser, obwohl er es im Grunde wusste. Und dann sagte Claudia es: “Jessica… Er sagte immer wieder den einen Namen - Jessica - während er sie vergewaltigte… Das ist doch verrückt, oder?” fragte sie ihn und sah Rea an.

Rea schloss die Augen. Er hatte es gewusst. Alles in ihm spannte sich an. “Mr. Garvey?” fragte Claudia und er öffnete die Augen wieder. Er musste sich zusammen reißen. “Yes, schon gut… Danke, Sie haben mir sehr geholfen..” sagte er schließlich. “Rufen Sie die Polizei und sagen ihnen das, was Sie mir gesagt haben. Und es gibt eine Zusammenhang… Das Mädchen, von das er sprach ist Jess Meurer…” sagte er schließlich. Zuerst wandte ihm Claudia ein fragendes Gesicht zu, dann weiteten sich plötzlich ihre Augen. “Etwa, Etwa Jess?? Das, das Mädchen aus Ihrer “The Voice“ Gruppe? Das vergewaltigt wurde, und deswegen nicht mehr mitmachen konnte? Meinen Sie etwa…” Rea nickte nur, dann antwortete er, mit leiser, beinahe tonloser Stimme: “Yes, es war derselbe Taeter… Ihre Schwester is also blond, or? Ich meine, sie had auch blond Haare…?” Claudia nickte. “Ja, das hat sie…” “Und wie alt is sie?” setzte Rea hinterher. “20 Jahre…” auch Claudias Stimme hatte etwas an Kraft verloren. Rea nickte. Es passte alles. Die junge Frau war zwar in der Tat etwas älter als Jess, aber sie war blond. Und wenn er sich nicht mehr nur auf ein bestimmtes Alter beschränkte, sondern hauptsächlich auf blondhaarige Opfer… “Sagen Sie der Polizei, dass der Typ es auf blondes Hair abgesehen hat. I mean, Frauen mit blond hair..” korrigierte er sich. “Und dass es derselbe Mann ist, der Jess vergewaltigt hat. Es passt einfack…” Claudia nickte. “Okay, ich werde es sagen.. Danke… Kann ich Sie bei der Polizei angeben? Ich meine, wenn die mich fragen sollten, woher ich diese Informationen habe?” setzte sie hinterher. Rea blickte sie an, dann lächelte er. “Sure, ick bitte darum… - und when es Ihre Schwester besser gehen sollte, dann sagen Sie ihr gute Besserung von mir - und meine Freunde von “The Voice-Team”..” fügte er noch an. Claudia nickte. Es war ihr anzumerken, dass es ein wenig viel Informationen auf einmal gewesen waren. Bis vor einigen Minuten wusste sie nicht mal etwas mit diesem Namen, den ihr ihre Schwester hingeworfen hatte, anzufangen, und nun hatte sie Rea Garvey! kennen gelernt und dieser hatte ihr gesagt, dass er meinte den Täter zu kennen und es derselbe war, der eines seiner Mädchen in der Musikshow missbraucht hatte…
Das war in der Tat etwas zu viel für sie… Doch nun ging es darum, ihre Gefühle hinten anzustellen und erst einmal etwas der Polizei mitzuteilen, was diesen eventuell helfen könnte. Immerhin wurde der Kerl auch in der anderen Stadt gesucht, wenn er es denn wirklich war - was eigentlich beinahe klar sein müsste, nachdem was sie nun wusste, und so musste die Polizei nun ihr Wissen austauschen um ihn gegebenenfalls zu schnappen! Vielleicht gab es jetzt eine Chance? Claudia verabschiedete sich von Rea und auch dieser drehte sich wieder um und fuhr wieder zurück. Er wollte nun den anderen so schnell wie möglich mitteilen, was er wusste. Es war nun klar, dass es derselbe Täter war - und nun mussten sie endlich eine Möglichkeit finden, ihn zu schnappen. Die Polizei musste ihn endlich finden. Bevor der Bastard noch mehr Frauen und Mädchen überfiel, die ihn an Jess erinnerten. Denn nun war klar, nach welchen Kriterien er sich seine Opfer aussuchte. Rea verkrampfte sich erneut und musste sich zusammen reißen um sich wieder zur beruhigen. Die Fahrt schien länger zu dauern als die Hinfahrt, doch schließlich war er doch wieder zurück und stieg schließlich aus dem Wagen aus um ins Gebäude zurück zu kehren. Wo er bereits von den anderen unruhig erwartet wurde…

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Christal, 31
Traumland