24. Showdown Teil 1
Ok, also erst mal eine kurze Warnung vorweg: Das nächste Kapitel - beziehungsweise Teilkapitel - ist wieder ziemlich hart und kann triggern! Ich habe es auch in zwei Kapitel unterteilt, es wird jetzt ziemlich spannend...
Es ist nicht meine Art, um Reviews zu bitten, aber in diesem Fall würde es mich schon interessieren, ob die Story noch ankommt, beziehungsweise wie sie euch gefällt... Gruß, Mel
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Ein weiterer Monat war vergangen, in dem Jess mittlerweile gut in der Gruppentherapie eingegliedert war, und sich auch bei der Therapeutin angemeldet hatte. Sie war einmal in der Woche bei dieser und ein zweites Mal bei der Gruppentherapie, und beides tat ihr sehr gut. Sie war ihren beiden Freundinnen dankbar dafür, dass diese sie beinahe dorthin “gedrängt” hatten. Mittlerweile hatte sie sich sowohl in der Gruppentherapie als auch in der Einzeltherapie mehr geöffnet und auch weniger Probleme damit, über ihre innersten Gefühle und Gedanken zu sprechen und sie hatte auch tiefer über ihren Selbstmordversuch gesprochen. Gerade in der Gruppentherapie hatte sie ihre Gefühle und Gedanken dazu heraus gelassen, und wenn sie nicht mehr wusste, was sie sagen sollte, hatte ihr Steffen geholfen, die richtige Richtung zu finden. Ja, es war gut gewesen; sie hatte sich richtig entschieden.
Nun war tiefe Nacht. Dana und Steffi schliefen zur Zeit zusammen in dem größeren Schlafzimmer und Jess hatte sich in dem kleineren der beiden Schlafzimmer eingerichtet. Es war abgesprochen, dass sie sich einmal im Monat abwechseln, und sich jeweils zu zweit das große Zimmer teilen würden, während die dritte dann alleine im kleinen Zimmer schlief. Einmal im Monat war es auch nicht so schlimm, ihre Kleidung auszutauschen und in das andere Zimmer zu tragen. Alles andere war ohnehin im großen Wohnzimmer zu finden. Die Mädchen fühlten sich wohl so und hatten sich mittlerweile auch gut eingelebt und damit arrangiert.
Und nun war es mitten in der Nacht als ER sich der Wohnung näherte. Bis jetzt hatte er sich in anderen Städten versteckt gehalten. Er hatte in der Vergangenheit mehrere junge Frauen überfallen, und eine davon war nach der Tat gestorben. Natürlich hatte der Fall, und auch andere, in den Zeitungen gestanden, aber es war trotzdem niemandem gelungen, ihn zu fangen. Dazu war er zu intelligent. Sie würden ihn niemals fangen! Er dachte an den Sex mit den Frauen zurück. Er war hart gewesen und hatte ihn für eine kurze Zeit durchaus befriedigt, doch wirklich glücklich hatte es ihn nicht werden lassen. Er brauchte SIE! Das spürte er einfach, auch, wenn er sich junge Frauen aussuchte, die durchaus Ähnlichkeit mit IHR hatten. Dennoch war es nicht dasselbe. Und so begann er, nach ihr zu suchen.
Nach einigen unerfreulichen Rückschlägen wurde er dann doch noch fündig. Er hatte herausgefunden, wo sie wohnte; es bedeutete zwar, dass er in seine Heimatstadt zurück kehren musste, dorthin, wo nach ihm gesucht wurde, doch das Risiko musste er einfach eingehen - zumal ihm klar war, das wohl mittlerweile ohnehin bundesweit nach ihm gesucht werden würde...
Er wusste auch, dass sie mit zwei anderen Mädchen zusammen wohnte, was die Sache zwar erschwerte, dennoch wusste er, dass er es einfach tun musste. Er brauchte sie. Jetzt! Und wenn er zuerst die beiden anderen Gören ausschalten musste, aber vielleicht war das ja gar nicht nötig?!
Er hatte ein Messer bei sich. Ihm war klar, dass er, nachdem er seiner Leidenschaft nachgehen würde - und das stärker als jemals zuvor - das zu Ende bringen würde, was er bereits zuvor eigentlich hatte tun wollen: Er musste sie töten! Und dieses Mal würde es keine Chance auf Überleben für sie geben. Und keinen verdammten Garvey, der sie retten konnte! Er knirschte mit den Zähnen und machte sich auf den Weg. Wenige Minuten später kam er an ihrem Haus an. Er erkannte es sofort. Er hatte es im Internet gesehen, als er nach ihrem Namen gesucht hatte. Sowohl die Straße, als auch das Haus waren dort abgebildet gewesen.
Langsam blickte er sich um. Da es tief in der Nacht war, war er alleine auf der Straße, niemand war in der Nähe, und niemand beobachtete ihn, auch nicht von den anderen Häusern aus. Es gelang ihm, durch ein Fenster im Untergeschoss, in das Haus einzudringen. Die Fenster waren nicht einbruchssicher verglast und er konnte sie relativ einfach aufhebeln. Wenn kein stiller Alarm ausgelöst worden war, was er nicht hoffte, aber auch nicht glaubte, dann war es wirklich sehr einfach für ihn gewesen. Er feixte. Nun musste er nur noch heraus finden, wo sich das Mädchen befand, beziehungsweise die anderen beiden Mädchen, die ihm nicht in die Quere kommen sollten... Er sah sich um: So wie es aussah, war er momentan in einer Art Keller im Untergeschoss, er sah eine Treppe, direkt vor sich. Also lief er sie leise und vorsichtig nach oben, denn es war dunkel im Hausflur, und er wollte, um nicht aufzufallen, kein Licht machen. Dennoch konnte er gut genug sehen, um ihre Wohnungstür zu erkennen. Als er davor stand, drehte er deren Schloss, so leise wie er nur konnte, mit einem Draht auf - und stand im Wohnzimmer. Danach schloss er die Tür wieder.
Natürlich war niemand dort. Es war leise und ebenfalls dunkel im Haus, doch er konnte trotzdem erkennen, dass eine Treppe nach oben führte. Einer inneren Eingebung folgend stieg er diese, ebenfalls so leise er konnte, hinauf.
Dann sah er drei Zimmer vor sich liegen: In der Mitte war ein Badezimmer - und rechts und links davon je ein Schlafzimmer. Er betrat das kleinere der beiden - und ihm wurde warm um die Lendengegend. Sie war es! Er sah sie schlafend im Bett liegen und außer ihr war niemand da. Die anderen beiden Mädchen waren entweder gar nicht da, oder sie waren zusammen in dem anderen Schlafzimmer.
Das war ihm, gelinde gesagt, im Augenblick ziemlich egal. Er hatte jetzt Pläne mit Jessica! Und wenn er mit ihr fertig war - was allerdings eine ganze Weile dauern würde - würde er sich auch mit den anderen beiden Mädchen befassen...
Langsam und leise schloss er die Tür. Er bemerkte, dass sie von innen abzuschließen war, und dies tat er auch. Das Schloss knackte leise, als er es zuzog, doch sie wachte nicht auf. Ihr Schlaf war - noch - recht tief, doch das würde sich gleich ändern. Er wollte, dass sie es mitbekam, wenn er sie sich erneut vornehmen würde! Und er lächelte böse, als er auf sie zulief. Bevor er an ihrem Bett ankam, zog er seine Hose aus. Er fühlte, wie er sich bereits versteifte und begann, zu masturbieren. Er konnte es nicht mehr aushalten. So lange hatte er auf diesen Augenblick gewartet. Er schloss die Augen. Doch dann riss er sich zusammen. Er durfte sie nicht wecken - noch nicht! Sie durfte keine Chance haben, sich zu wehren. Wenn sie wach wurde, dann erst, wenn es zu spät war!
Dann hatte er sich wieder im Griff. Und wenige Sekunden später geschah es: Er sprang auf Jess' Körper - und hielt ihr den Mund zu, bevor sie noch realisieren konnte, was gerade mit ihr geschah. Zudem hielt er ihr das kalte Messer an die Kehle...
Jess hatte keine Zeit der Warnung. Sie spürte aus heiterem Himmel wie jemand auf sie sprang und ihr den Mund zudrückte - und als sie den "Jemand" ansah, glaubte sie sich zuerst in einem elenden, niemals endenden, quälenden Alptraum. Das konnte nicht wahr sein! Und dennoch wusste sie, dass es wahr war; genau in diesem Augenblick lag ER auf ihr und drückte ihr den Mund zu, so dass sie erneut nicht in der Lage war zu schreien. Und sie fühlte noch etwas: Etwas Kaltes, das er an ihren Hals presste, und nach weiteren grauenhaften Sekunden registrierte sie schließlich, dass es ein Messer war.
Jess schluckte. Tränen rannen ihr über die Wange, und er begann, sie abzulecken. Jess versuchte, ihren Kopf von ihm fortzudrehen, doch er ließ es nicht zu, dass sie sich überhaupt bewegte. Seine Lenden wurden hart, dass spürte sie. Und dann ließ er kurz das Messer auf ihr liegen und riss ihr ihre Pyjama- und Unterhose herunter. Seine andere Hand lag immer noch fest auf ihrem Mund. Jess' Unterkörper war frei...
Jess wusste, dass es vorbei war. Er würde sie töten. Jetzt und hier; allerdings erst, nachdem er sie erneut in Besitz genommen hatte. Doch dann würde sie keine Chance mehr haben, ihm zu entkommen, und ihre Freundinnen, die im Nebenzimmer tief und fest schliefen, aller Voraussicht nach auch nicht. Vielleicht würde er sich auch an ihnen vergehen? Dieser Gedanke schockierte sie beinahe noch mehr. Doch Jess' gingen noch mehr Gedanken durch den Kopf: Besonders der eine: Sie würde es nicht mehr zulassen, dass er sich noch einmal an ihr verging. Er würde sie ohnehin umbringen, spätestens danach - sie hatte keine Chance mehr, es zu überleben, dieses Mal nicht! Doch wenn es so war, dann sollte er es jetzt tun! Und sie würde alles dafür geben, dass er nicht mehr in den "Genuss" kommen würde, sie zu schänden.
Jess mobilisierte eine Kraft in sich, von der sie nicht einmal geahnt hätte, dass sie da war. Sie spürte das Messer an ihrer Kehle, als er es wieder an sich genommen hatte. Sie spürte seinen feuchten Atem an ihrer Haut und sie spürte sein hartes Glied. Er war soweit. Und dann schob er seinen nackten Unterkörper hart zu ihr heran, in eindeutiger Absicht - und in diesem Augenblick trat Jess wie wild und völlig ohne Ziel um sich. Ihre Beine trafen seine Lenden. Und ihr Ellenbogen traf sein Gesicht, so dass er kurzzeitig die Kontrolle verlor. Diesen Augenblick nutzte Jess, um gellend um Hilfe zu schreien und sie versuchte, ihm zu entkommen...
Zuerst war er vollkommen überrumpelt. Mit Gegenwehr ihrerseits hatte er nicht gerechnet. Er war beinahe so weit gewesen. Er hatte sie in der Tasche gehabt; ihren Unterleib entblößt, ihr das Messer an die Kehle gehalten und sich in Positur geschoben - doch was dann geschehen war, konnte er nicht begreifen: Sie hatte begonnen, nach ihm zu treten und zu schlagen - er fühlte zuerst den Schmerz in der Lendengegend und dann an der Wange, als ihre Elle ihn traf.
Und dann schrie diese kleine Hure auch noch! Er wurde rasend vor Wut und bevor Jess noch etwas tun konnte, schlug er sie mit voller Wucht mit der Faust ins Gesicht.
Jess hörte gleichzeitig ein Krachen in ihrer Wange, dann folgte ein rasender Schmerz. Sie brüllte auf. Er schlug sie erneut und dieses Mal spürte sie Schmerz in der Nase. Sie spürte, dass sie blutete. Instinktiv wusste sie, dass er ihr die Nase und vermutlich auch den Wangenknochen gebrochen hatte. Es war vorbei. Dennoch gab sie nicht auf, wenn sie jetzt sterben sollte, dann wenigstens nicht kampflos - und er würde es nicht noch einmal tun! Nicht in diesem Leben!
Er fiel erneut über sie her - jedenfalls versuchte er es. Als er sie geschlagen hatte, war sie zurück auf ihr Bett gefallen und er legte sich erneut auf sie, doch sie machte es ihm nicht leichter. Sie wehrte sich erneut, schlug ihn und das über mehrere Sekunden; bis er genug davon hatte. Er hielt ihr erneut das Messer an ihre Haut. Kurz zuvor hatte er es einmal kurz aus der Hand fallen lassen, doch jetzt hatte er wieder Kontrolle darüber. Dann stieß er es ihr in die Schulter und zog es wieder raus. Der Stich war nicht so tief, dass es tödlich war, er wollte ja, dass sie ihn noch "miterlebte", dennoch tief genug, dass sie erneut aufschrie. "Du kleines Biest... Halt dein verdammtes Maul, oder ich stopfe es dir!" sagte er, mit bebender Stimme und schlug sie erneut, härter als zuvor - dann hielt er sie so fest an sich gepresst, dass sie keinerlei Chancen mehr hatte, sich noch zu rühren - und zog schließlich ihren Unterleib an sich. Jess schloss die Augen. Es war vorbei...
Doch etwas hatte ihre Gegenwehr und ihr kleiner Kampf doch gebracht. Der Schrei war laut genug gewesen, dass Dana und Steffi im Nebenzimmer aufgewacht waren. "Hast du das auch gehört?" fragte Dana mit klopfendem Herzen. Zuerst hatte sie gedacht es wäre Teil eines Traums gewesen, an den sie sich nicht mehr erinnern konnte, doch Steffi nickte. Sie sah genauso erschrocken aus wie sie, und anhand ihres Gesichtsausdruckes bemerkte Dana schließlich, dass es kein Traum gewesen war. Und dann wusste sie, wer da geschrieen haben musste: "Jess! Das war Jess!!" rief sie entgeistert und beide Mädchen stürzten aus ihrem Zimmer. Das erste was ihnen auffiel war, dass Jess' Zimmertür zu war, was gelinde gesagt unnormal war, denn keine von ihnen schlief bei geschlossener Tür!
Die Mädchen stürzten zu dem Zimmer und versuchten, die Tür aufzubekommen, doch sie merkten direkt, dass dies unmöglich war, die Tür war nicht nur zu, sie war verschlossen! "JESS? JESS was ist los? Wieso hast du die Tür zugesperrt?" schrie Dana, doch sie hörten keine Antwort. Da war etwas ganz und gar nicht in Ordnung...
"Los, gib mir deine Haarspange!" rief Steffi plötzlich und Dana begriff zuerst nicht, was sie meinte. "Deine Haarspange!!" rief Steffi erneut und hielt die Hand auf. Jetzt begriff Dana und löste hektisch eine Spange aus ihrem Haar. Sie dachte an den Moment in dem "The Voice"-Gebäude, als Rea mit Hilfe der Haarklammer die Badezimmertür aufbekommen hatte, hinter der sich Jess verkrochen hatte...
Jetzt konnten sie nur hoffen, dass dies auch hier funktionierte, was auch immer sie hinter dieser Tür jetzt und hier erwarten würde... Nach wenigen Sekunden hatte es Steffi tatsächlich geschafft, nachdem sie, zuerst noch ein wenig unbeholfen, im Schlüsselloch herum gefummelt hatte - doch dann öffnete sich die Tür und die Mädchen stürzten herein - und blieben wie vom Donner gerührt stehen. Was sie sahen war so unglaublich, dass sie es zuerst nicht fassen und glauben konnten...
Er hörte das Poltern draußen vor der Tür, doch es war ihm egal. Jetzt war er dran! Er hatte bereits Jess' Unterleib an sich gerissen, doch bevor er in sie eindringen wollte, nahm er ihren Kopf in seine Hand und zog ihn nach hinten. Er küsste sie hart, und Jess versteifte sich, doch sie wehrte sich nicht mehr. Sie hatte erneut alle Kraft verloren. Sie spürte seinen harten Kuss, und ihre Wange und ihre Nase brannten und schmerzten immer noch. Dann riss er sich von ihrem Mund los und bäumte sich auf - Jess schloss die Augen. Was jetzt folgen würde, wollte sie nicht mehr erleben, und doch wusste sie, dass es nicht zu verhindern war. Sie hatte es versucht, und doch war er wieder stärker gewesen... Ihre letzten Minuten waren angebrochen, sie würde Rea und ihre Freundinnen niemals wieder sehen, und ER würde das letzte sein, was sie in sich spüren würde...
Doch dazu kam es nicht mehr. Dana und Steffi hatten sich aus ihrer ersten Schockstarre gelöst. Er hatte nicht mitbekommen, dass sie ins Zimmer eingedrungen waren - und Steffi dachte nicht lange über das nach, was sie als nächstes tat: Sie nahm einen von Jess’ Schirmen aus dem Schirmständer in einer Ecke des Zimmers und raste auf das Bett zu, in dem Jess’ Peiniger in eindeutiger Stellung auf Jess’ Körper lag. Er war gerade dabei, sich erneut an ihr zu vergehen - doch bevor er dazu kam, schlug Steffi mit voller Wucht zu und traf ihn hart am Kopf. Sie hörte es Knacken, als sie seinen Hinterkopf traf - und er sackte auf Jess’ Körper zusammen. Jess hechelte. Sie reagierte nicht mehr, Steffi hatte das Gefühl, dass sie gar nicht mitbekommen hatte, was in den letzten Sekunden geschehen war.
Steffi war die erste, die sich aus der Starre, in der alle Mädchen kurzzeitig gefallen waren, wieder löste und seinen bewegungslosen Körper von Jess herunter wuchtete. Er fiel auf die andere Seite des Bettes und blieb auf dem Boden liegen. Sie sah kurz zu ihm hin, doch er rührte sich nicht. Dann wandte sich Steffi an Jess. Sie sah, dass sie aus der Nase blutete, und ihre Wange war rot.
Anscheinend hatte der Bastard sie geschlagen, aber er war nicht dazu gekommen, sie zu vergewaltigen, zumindest sah es so aus; Steffi konnte nur hoffen, dass sie sich nicht irrte...
Jess lag immer noch bewegungslos vor ihr und Steffi strich behutsam über ihre Wange. Auch Dana war langsam zu ihnen herüber gekommen. “Ist er?...” begann sie, und schaute ebenfalls zu dem Vergewaltiger herüber, der immer noch vor dem Bett lag. “Ich weiß es nicht - wir müssen hier raus! Schnell! Jess? Jess, Süße, komm; es ist alles in Ordnung, er wird dir nichts mehr tun! Komm, wir müssen aus dem Zimmer raus!”.... Langsam drangen Steffis Worte an Jess’ Ohr. Sie hatte in den letzten Sekunden tatsächlich nichts mehr mitbekommen. Doch dann überkam die Erinnerung sie wie ein Keulenschlag - und sie beugte sich über die andere Seite des Bettes und übergab sich. Dana und Steffi waren geschockt. “Ist ja gut, Süße... Alles ist gut, bitte... Beruhige dich!”... Immer und immer wieder wiederholten die Mädchen die Worte und versuchten, Jess zu beruhigen. Während Dana Jess festhielt und sie stützte, sah Steffi immer wieder zu dem Vergewaltiger hinüber. Noch bewegte er sich nicht. Und langsam kam ihr die Frage in den Sinn, ob sie ihn etwa umgebracht hatte? War der Schlag so hart gewesen? Sie wusste es nicht, und auch, wenn sie wusste, dass sie in dem Moment keine andere Wahl gehabt hatte, als zuzuschlagen, machte es ihr doch Angst.
Und sie wollte aus diesem Zimmer raus! Nach einigen weiteren Sekunden hatte Jess sich langsam wieder im Griff. Der Drang sich zu übergeben hatte nachgelassen und sie stand langsam auf - mit Danas Hilfe. Auch Steffi kam zu ihnen. “Geht es wieder, Süße? Wir müssen hier raus! Noch liegt er da, aber ich weiß nicht, wie fest ich ihn getroffen habe...” sagte sie und jetzt schauten auch die anderen Mädchen zu ihm hin. Jess’ Augen wurden groß. “Du, du hast ihn...” sie würgte erneut, doch es kam glücklicherweise nichts mehr aus ihr heraus. Dennoch war ihr unsagbar schlecht. “Ich weiß es nicht... Bitte, lass uns jetzt gehen! Ich will raus hier!”
Schließlich nickten Dana und Jess, und Steffi und Dana stützten Jess, die nicht in der Lage war, aufrecht zu stehen, geschweige denn zu laufen. Sie würden sich draußen um sie kümmern, aber erstmal wollten sie aus der Wohnung raus! Als sie aus dem Zimmer waren, nahm Steffi noch den Schlüssel aus der Innenseite der Tür und steckte ihn von außen ins Schloss - dann schloss sie ab. Wenn er wieder aufwachte, würde es ihm jedenfalls nicht so leicht fallen, heraus zu kommen; doch dann kam ihr wieder der Gedanke: WENN er aufwachte... was war, wenn sie ihn umgebracht hatte?
Doch dann schob sie die Gedanken zur Seite. Jetzt erst einmal nichts wie raus hier! Keines der Mädchen dachte daran, dass es finsterste Nacht und bitterkalt draußen war; sie wollten einfach nur schnell aus der Wohnung fliehen.
Als die Mädchen aus ihrem Zimmer liefen, sahen sie, dass es auch in ihrer Wohnung stockduster war, und Dana machte das Licht in der Diele an, so dass sie zumindest die Treppe sehen konnten, die sie herunter laufen mussten, und nicht Gefahr liefen, dort auch noch herunter zu stürzen. Dann liefen sie so schnell sie ihre Füße trugen, herunter und flohen aus dem Haus.
Steffi zog noch die Schlüssel von der Innenseite ihrer Haustür und zog diese einfach nur zu. Dann liefen sie so wie sie waren - in Pyjama und Nachthemd, ohne Jacke und weitere Kleidungsstücke, wie zum Beispiel Schuhe, nach draußen. Jess hatte sich ihre Pyjamahose hochgezogen, doch zu mehr war sie nicht in der Lage gewesen.
Alle drei merkten natürlich sofort als sie draußen waren, wie kalt es war. Doch keine von ihnen wollte wieder zurück ins Haus, um sich etwas anzuziehen. Sie wussten nicht, was sie nun tun sollten. Alle zitterten, natürlich einmal vor Kälte, und dann vor Angst. Vor allem Jess. Sie sackte erneut zusammen, als sie schließlich vor dem Haus auf der anderen Straßenseite auf dem Bürgersteig standen. Dana beugte sich zu ihr und strich ihr beruhigend über den Kopf. Dann nahm sie ihre Freundin in die Arme und sie beide weinten. Steffi wusste in den ersten paar Minuten auch nicht, was sie tun sollte, bis ihr etwas einfiel. Sie hatte im letzten Augenblick ihr Handy mitgenommen, das auf dem Weg nach draußen auf einem Sideboard gelegen hatte. Der erste, der ihr in den Sinn kam, war Rea; zumal ihre und Danas Eltern, die sich mittlerweile ebenfalls angefreundet hatten, gerade zusammen im Urlaub, und so momentan unerreichbar für sie waren... “Ich rufe Rea an!” sagte sie mit zitternder Stimme, und obwohl sie keine Antwort bekam, wusste sie, dass ihre Freundinnen nichts dagegen hatten. Dann wählte sie seine Nummer...
Rea schlief natürlich um diese Zeit und neben ihm seine Ehefrau Josephine. Er realisierte zuerst den Ton seines Telefons überhaupt nicht, doch dann bemerkte er schon, dass ein Geräusch um ihn herum immer lauter wurde... Langsam wurde er wach und fragte sich, was das war. Leicht desorientiert sah er sich in dem Zimmer um - und dann wusste er plötzlich, was ihn da aus dem Schlaf geweckt hatte. Leicht mürrisch nahm er das Handy vom Sideboard und sah auf die Uhr. Wer rief um diese Zeit noch an?? Das musste jetzt ein wirklich wichtiger Anruf sein, sonst würde er dem Anrufer eigenhändig an die Gurgel springen...
Er sah gar nicht wirklich auf das Display sondern nahm den Anruf direkt entgegen: “Yes, Rea Garvey here - who’s calling so late in the night?”... Weiter kam er nicht, er hörte zuerst eine schluchzende Stimme - und sämtliche Alarmsirenen sirrten, auch, wenn er noch gar nicht erkannte, wer da weinte; doch ihm war klar, dass es nur eines der Mädchen sein konnte, vermutlich Jess? - “Jess? Bist du’s?” fragte er auch schon, doch dann hörte er Steffis Stimme aus dem Hörer: “N...Nein... Ich, ich bin es, Steffi.... Tut, tut mir leid, dass ich so spät störe, aber, aber es ist, es ist was ganz schreckliches passiert... Er”... die Stimme stolperte, er hörte sie schlucken, dann fuhr sie stockend fort: “Er ist in unser Haus eingedrungen, Rea - er hat versucht, Jess zu vergewaltigen! Wir, wir haben ihn im letzten Moment davon abgehalten, ich, ich glaub ich hab ihn umgebracht...” Dann verebbte die Stimme, in der Leitung war Stille...
Rea war schwindelig. Er musste sich an der Wand festhalten. Es war zu unglaublich, was er da gerade gehört hatte. Und doch wusste er, dass es der Wahrheit entsprach, denn Steffi würde nicht lügen. Er schluckte, dann fragte er, mit gepresster Stimme: “Wo seid ihr now? Steffi? Wo seid ihr jetzt?” Er hörte keine Antwort, und Panik erfasste ihn, er bekam kurzfristig Herzrasen. “STEFFI! Answer me!!” Nach einigen weiteren Sekunden, in denen er beinahe zuviel bekommen hätte, hörte er wieder ihre leise Stimme, die immer noch bebte: “Vor, vor unserem Haus... Ich weiß nicht, wo wir hin sollen, wir haben keine Sachen an; er ist ja noch in unserem Haus....” Dann verebbte die Stimme wieder.
Rea war schlecht. Sie standen vor ihrem Haus und hatten keine Sachen an?? Er musste zu ihnen! Ihm war zwar klar, was Jo davon halten würde, aber das war ihm egal. Zum Abschluss sagte er noch: “Steffi, hor zu! Ich komme zu Euch! Bleibt wo ihr seid, okay? Keine von euch geht weg oder zuruck ins Haus! Ich rufe die Polizei und ich komme ebenfalls zu euch. - Wie geht es Jess?” Es fiel ihm gerade noch ein, nach ihr zu fragen.
Steffi hatte gesagt, er hätte erneut versucht, sie zu vergewaltigen?? Rea hatte das Gefühl, dass eine Hand sein Herz zerquetschte. Steffi schluckte und antwortete leise: “Es geht so.. Ich glaub, sie hatte einen Schock, aber jetzt scheint es langsam wieder zu gehen... Bitte, komm schnell, Rea... Ich weiß wirklich nicht, ob ich ihn umgebracht habe...” “Ick komme!” sagte Rea nur, dann legte er auf.
Er raste ins Schlafzimmer und zog sich das nötigste über, er wollte einfach so schnell wie es ihm möglich war, zu den Mädchen. Doch natürlich war Jo aufgewacht und sah ihn fragend an: “Wohin geht du? Wer hat dich gerade angerufen, Rea?” Er blickte zurück und antwortete: “Das war Steffi! Der Bastard is in ihre Wohnung eingedrungen und is erneut uber Jess hergefallen! Er hat versuckt, to rape her! But I think es is ihm nickt gelungen, so wie ich Steffi verstanden hab... Aber ich muss zu ihnen. Sehen, wie es ihnen geht”.. Was Steffi noch gesagt hatte, verschwieg er, zumal er es nicht wirklich verstanden hatte.
Jo war aufgestanden und starrte ihn an. “Oh mein Gott...” sagte sie schließlich, als sie es begriffen hatte. “Du musst die Polizei einschalten, Rea! Das ist doch keine Sache für dich! Die müssen sich um den Typen kümmern!” Rea nickte. “Ja, das is right! Und ich hab auch vor, die Police zu informier’n - aber ich muss auch nach die Girls sehen. Bitte Jo, lass mich gehen. Ich muss zu ihnen!” Er sah sie an und schließlich nickte sie. Sie ahnte, dass sie es nicht schaffen würde, ihn davon abzubringen. “Pass auf dich auf und mach keine Dummheiten!” sagte sie nur und gab ihm einen Kuss. Rea nickte nur, nahm sein Handy und verschwand durch die Tür. Bevor er ging hörte er noch Jo, die ihm hinterher rief: “Ich rufe die Polizei, fahr du nur so schnell es geht zu den Mädchen, aber bitte vorsichtig!!” Er rief ihr zu, dass er verstanden hatte, und dann hörte er, wie Jo die Tür wieder zu schlug.
Kurze Zeit später saß er im Wagen und fuhr so schnell er konnte zu dem Haus der Mädchen. Schließlich war er da. Er sah sie bereits von weitem. Alle drei saßen nebeneinander auf der anderen Straßenseite und hielten sich in den Armen. Er konnte sehen, dass sie zitterten, und Jess, die in der Mitte saß, zitterte am stärksten. Er zitterte ebenfalls, aber vor Anspannung, als sich seine Hände im Lenkrad verkeilten. Was hatte dieser Bastard jetzt wieder getan und wie würde sich das auf Jess’ Zustand auswirken? Sie hatte sich in den letzten Wochen doch wieder etwas gebessert... Und was um Himmels Willen hatte Steffi damit gemeint, als sie gesagt hatte, dass sie glaubte, ihn umgebracht zu haben?? Er verstand gar nichts, doch schließlich hielt er bei ihnen an und stieg aus dem Wagen aus. Er lief so schnell es ging zu ihnen und kniete sich zu ihnen herunter: “Steffi, Dana - Jess?? Are you okay, Girls?” Zuerst reagierte keines der Mädchen, sie starrten alle einfach nur vor sich hin und hielten sich in den Armen. Er versuchte es erneut: “Hey, Girls! Are you okay? Speak with me!!” rief er, dieses Mal lauter. Und jetzt realisierten sie ihn, zuerst Dana. Sie fiel ihm um den Hals: “Rea! Oh Gott, du bist hier.. Danke... Danke...” Er schob sie sanft zurück und strich ihr über ihr Haar: “Schon gut.. Is doch wohl klar, dass ich komme... Seid ihr drei okay? Dana, Steffi - Jess?” Dana und Steffi nickten nur, sie konnten immer noch nicht viel sagen. Er sah, dass sie zitterten und realisierte jetzt richtig, dass sie kaum etwas anhatten, abgesehen von ihren Pyjamas, und das bei der Kälte!
Dann sah er zu Jess herüber, die ihn immer noch nicht wirklich beachtete. Auch sie zitterte, doch es schien noch mehr zu sein, als nur die Kälte. Er hob ihr Gesicht sanft zu sich hoch - und erstarrte. Ihre Wange war blau angelaufen, und ihre Nase blutete. Rea wusste sofort, dass sie gebrochen war. Der verfluchte Bastard hatte sie geschlagen! Davon hatte Steffi nichts gesagt, aber vermutlich lag das an dem Schock, den auch die anderen beiden Mädchen hatten...
Er drückte sie leicht an sich. “Schsch.... Oh God... Jess; did he... did he... ich mein, hat er dich...” er konnte es kaum aussprechen, doch schließlich schüttelte Jess den Kopf. Sie hatte bis jetzt nicht viel gesagt, zu sehr steckte ihr der Schock noch in den Knochen. Und nicht wirklich viel von ihrer Umwelt realisiert, außer ihren Freundinnen, die sie an sich gepresst hatten und versuchten, sie zu trösten. Doch jetzt realisierte sie, dass Rea bei ihr war und sie verstand, was er sie fragte. “Nein, er hat mich nicht... Ich, ich hab geschrieen... Er wollte mich... umbringen... Danach meine ich, er hatte, ein Messer...” Ihre Hand fuhr zu ihrer Schulter, und auch Reas Blick glitt dorthin. Ihm fiel eine größere Wunde auf, die er noch gar nicht registriert hatte und stöhnte auf. “this damn bastard...” knurrte er. Dann fuhr er in seine Tasche und holte große weiße Tücher aus ihr heraus: “Here, leg das auf die Wunde. Und auf deine Nase... And now Listen to me girls: Ihr geht jetz alle sofort in my car!” Er drückte Steffi einen Schlüssel in die Hand. “Auf meine Rucksitz is eine Decke. Da konnt ihr euch zudecken; ihr erfriert mir here ja noch! Und dann will ich, dass ihr niemand herein lasst, verstanden? Niemand! Abgesehen von mich und die Police. Jo hat sie gerufen, von zu Haus! When sie kommt, dann mackt die Schloss wieder auf - und lass dich untersucken, Jess!”
Die Mädchen nickten. Steffi nahm den Schlüssel entgegen, doch dann fragte sie Rea: “Warte, willst du denn nicht mitkommen? Wohin gehst du?” Er blickte sie an und dann sah er zur Wohnung herüber. “Ick werde dort rein gehen... Steffi, du sagtest etwas davon, dass du glaubst, ihn umgebrackt zu haben? Wie meinst du das?” Steffi schluckte, dann antwortete sie: “Naja, weißt du, also ich... Als wir Jess’ Schrei gehört haben, da sind Dana und ich sofort hingelaufen und haben die Tür aufgemacht... Und als wir drin waren, da lag er über ihr, und Jess war halb ohnmächtig... Und ich, ich hab einen Schirm genommen und ihm den voll über den Schädel gezogen! So fest ich nur konnte, ich wollte nur, dass er von Jess runter kommt - aber es hat so geknackt.... Und dann ist er vom Bett gefallen, wie ein Stein... Ich weiß nicht, ob ich ihn getötet habe, Rea - vielleicht hab ich ihm den Schädel eingeschlagen...” Steffi begann erneut zu zittern, stärker als zuvor.
Rea schluckte. Auch, wenn die Vorstellung, dass der Kerl tot war, ihm durchaus gefallen würde, so wollte er nicht unbedingt, dass die Kleine daran Schuld war. Sie sollte nicht mit dieser Schuld leben müssen - auch, wenn es Nothilfe gewesen war. Dennoch würde es sie belasten, ein Menschenleben auf dem Gewissen zu haben - auch, wenn dieser Bastard genau genommen nicht wirklich ein Mensch war...
Er schluckte, dann sah er sie an: “Geht in the car! Now! Bevor ihr erfriert! Und kein Angst, ich werd mich umsehen und dann seh ich, ob er noch lebt...” Dana hielt ihn am Arm fest, bevor er sich umdrehen konnte: “Du willst wirklich da rein gehen? Was ist, wenn er noch lebt und sich wieder bekriegt hat? Wenn er wieder aufgestanden ist? Lass das doch die Polizei machen, bitte!” Die pure Angst schwang aus ihrer Stimme und Rea musste schlucken. Er hatte keine Ahnung, wann die Polizei hier auftauchen würde, und tief in sich drin wusste er, dass er nicht auf sie warten wollte.
Nein, zuerst würde er nachprüfen, ob der Kerl immer noch in dem Zimmer lag und wenn dies der Fall war, würde er überprüfen, ob er noch lebte. Sollte auch dies der Fall sein, würde er ihn schon verschnüren - und so behandeln, wie er es verdient hatte... Danach konnte die Polizei den Rest von ihm mitnehmen, nachdem er mit ihm fertig war... Ja, in Rea regte sich Wut, die er hier vor den Mädchen noch einigermaßen zu verstecken suchte. “Kein Angst, ich werd schon auf mich aufpassen! Und nun geht! Ach ja, ich hab ganz vergessen, I need the keys!” Ihm war noch eingefallen, dass er ohne die Hausschlüssel wohl schlecht in die Wohnung kommen würde. Steffi seufzte, dann reichte sie ihm die Wohnungsschlüssel - und Rea nahm sie und zeigte zu seinem Auto.
Schließlich nahmen Dana und Steffi Jess in ihre Mitte, die langsam und leicht schwankend mit ihnen ging und Rea zerriss es beinahe das Herz. Hörte dieses Martyrium für die Kleine denn nie auf? Er musste etwas unternehmen! Und tief in seinem Herzen hoffte er beinahe, dass dieser Bastard tot war! Oder, falls nicht, er jetzt gleich etwas tun würde, was ihn dazu berechtigte ihn zu töten! Denn tief in seinem Herzen wollte er genau das - den Bastard tot sehen!
Doch dann schalt er sich selbst dieser Gedanken und schämte sich beinahe dafür. Er war gläubiger Christ! Und als solcher durfte er niemandem den Tod wünschen, nicht mal solch einem Mistkerl wie diesem, den er persönlich nicht mal als wirklichen Menschen bezeichnete. Dennoch war er einer, und als solcher durfte er ihn nicht töten...
Ja, Rea befand sich in einem inneren Zwiespalt, als er schließlich noch beobachtete, wie die Mädchen auf den Rücksitz seines Wagens stiegen und die Tür zuschlugen. Er war einigermaßen beruhigt. Jo hatte die Polizei gerufen und er wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie kommen würden. Sie würden sich auch um Jess’ Verletzungen kümmern, und auch er würde, sobald das hier zu Ende war, ebenfalls zu ihr zurück kehren. Doch jetzt war dies hier wichtiger. Was auch immer ihn erwartete, er musste es tun. Und er musste es darauf ankommen lassen. Vielleicht lag der Kerl noch da, so wie die Mädchen ihn zurück gelassen hatten. Wenn er noch lebte, würde er ihn fesseln und ihn dann der Polizei übergeben. Was er sonst noch mit ihm anstellen würde? Rea hatte selbst keine Ahnung. Doch darüber dachte er - noch - nicht nach, er lief langsam auf das Haus zu. Seine Anspannung wuchs und er spürte die Blicke der Mädchen, die hinter ihm her schauten, bis er im Hauseingang verschwand...

