34. Kapitel - never ending problems - aber neue Hilfe
Mit einem Kribbeln im Bauch und leichter Übelkeit ging Jess mit Mandy zusammen herunter in den Übungssaal, in dem Samu auf sie wartete. Sie bemerkte erneut die Blicke der anderen, die auf ihr lagen, und besonders die von Maurice und Marius waren immer noch stechend.
Doch sie versuchte, sie zu ignorieren. Es war still um sie herum, denn sie waren immer noch irritiert bis verärgert, dass Rea nicht mehr ihr Coach war, sondern er durch einen anderen ersetzt werden musste - und Jess wusste, dass sie daran schuld war. Auch, wenn Samu ebenfalls ein sympathischer Kerl war, und als Sänger seiner Band natürlich auch geachtet wurde, so war er eben nicht ihr eigentlicher Coach! Sie alle vermissten Rea, aber sie konnten es nun mal nicht ändern. Seit der Misere hatte ihn keiner mehr zu Gesicht bekommen, auch Jess nicht. Sie konnte nur hoffen, dass es ihm gut ging.
Samu wusste natürlich, wie die Sache um ihn stand. Es war ihm auch klar, dass es, mit fremden Talents, nicht einfach werden würde. Aber auch er klammerte seine Gefühle aus und konzentrierte sich auf seine Aufgabe. Jetzt war er der Coach, und so hatte er sich für jeden, von dem er sich ja zuvor bereits ein Bild machen konnte, einen - seiner Meinung nach - passenden Song ausgesucht.
Er hatte Reas Hilfe dafür nicht in Anspruch genommen, zumal dieser sich seit einiger Zeit kaum mehr sehen ließ. Er hatte sich zudem ein paar Tage "Urlaub" genommen und war, ohne sich zu verabschieden, zu seiner Frau nach Hause gefahren. Samu ahnte, dass ihm ein paar Tage Ruhe durchaus helfen konnten. Er hoffte es jedenfalls.
Nun war es soweit, und Samu musste sich konzentrieren. Er sah, wie die Talente nacheinander in den Raum kamen und schließlich waren sie vollzählig. Auch er konnte die Spannung geradezu spüren, die von ihnen ausging. Er beeilte sich, mit der Einteilung anzufangen, damit nicht zuviel Zeit verloren ging, und sie sich weiterhin anschwiegen, was er auch furchtbar fand.
Also nahm er seinen Zettel und begann, die Namen und die von ihm ausgesuchten Songs vorzulesen. Dazu erklärte er den genauen Ablauf der Show. Es würde auch dieses Mal zwei "erste" Live-Shows geben, da jeder von ihnen 8 Talents hatte, und sie somit 32 Talente insgesamt waren. Natürlich war das zuviel, um sie alle in einer Show unterzubringen, sie mussten so schon die Songs etwas abkürzen, damit es klappte.
Im Gegensatz zum vorigen Jahr, in dem es ebenfalls zwei erste Live-Shows gegeben hatte, sangen aber dieses Jahr alle Talents eines Coaches in einer Show. Beim letzten Mal hatten sie es anders aufgeteilt, doch dieses Mal fand man es besser so. In der ersten Show, welche nächste Woche Freitag stattfinden sollte, würden seine Talente gegen die von Boss-Hoss "in den Ring" steigen - und in der nächsten Show, diese war zwei Tage später, also am Sonntag, waren dann die Talente von Nena und Xavier dran.
Die Talente hörten ihm zu, und man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so leise war es. Jess war hochgradig aufgeregt. Sie schwitzte, und fühlte sich derbe unwohl. Die ganze Situation überforderte sie, und irgendwie fragte sie sich - wieder einmal - warum sie Rea eigentlich zugesagt hatte.
Dann musste sie sich konzentrieren, als sie hörte, wie Samu ihren Namen aufrief. Ihr Herz schlug nach schneller. Was würde jetzt wohl für ein Song kommen?
Die Antwort folgte auf dem Fuße: "Jess, your song is: "It's my life" from Bon Jovi"
Jess fiel beinahe die Kinnlade herunter. Das war starker Tobak... Bon Jovi, und dann noch so ein heftiger? Sie erinnerte sich an ihre erste Herausforderung von Rea, als er ihr in der ersten Live-Show, die sie voriges Jahr gemeistert hatte, "Blow me one last kiss", von P!nk gegeben hatte, aber das kam ihr ja geradezu wie eine Ballade vor, gegen Bon Jovi! Sie starrte wohl ein wenig zu entgeistert, denn sie hörte Maurice neben sich feixen: "Oh, ich glaube, da hat Samu die Kleine ein wenig überfordert..." Dann folgte gehässiges Gelächter, von ihm und Marius.
Samu ging direkt in die Höhe: "Hey, STOP IT! When ich von irgend jemand here nock einmal eine dumme comment höre, fliegt ih neunkannt raus! Verstanden?!" Keiner rührte sich oder sagte einen Ton, selbst über Samus netten Versprecher konnte keiner von ihnen wirklich lächeln. Sie merkten, dass es ernst war.
"Ja, is ja gut".. knurrte Maurice nur, und Samu sah ihn an: "I want an excuse from you!" Maurice starrte ihn an, dann murmelte er: "Entschuldigung..."
"Not for me! For Jess - and with a little more passion!" knurrte Samu zurück. In seinen Augen funkelte es gefährlich. Maurice wandte sich an Jess. Seine Augen sprühten ebenfalls, und jeder merkte, wie ungern er auf Samus Aufforderung einging. Aber er merkte, dass er keine andere Wahl hatte: "Entschuldigung" - "Jetzt zufrieden?" wandte er sich wieder an Samu. Dieser wollte gerade zu einer gesalzenen Antwort ansetzen, als Jess ihm zuvor kam. Es wurde ihr langsam alles zuviel. "Schon gut. Ich akzeptiere die Entschuldigung, können wir jetzt weiter machen?" Natürlich hatte auch sie gemerkt, dass diese Farce alles andere als ernst gemeint war, doch sie wollte hier keine unnötige Diskussion, ihretwegen - mal wieder...
Maurice wandte sich von ihr ab und Samu blickte ihm hinterher. Dann seufzte er und sagte: "Okay.. Aber zum Abschluss noch eines: Ich akzeptiere keine solches Verhalten! Here wird sich uber niemand lustig gemacht! When ich das noch einmal mitbekomm oder mich in die Ohren kommt, dann wird es richtig consequenses geben! Habt ihr das verstanden?" Die Mädchen und Jungs nickten. Auch Maurice und Marius. Dann war das Thema vergessen, und Samu wandte sich noch einmal an Jess: "So, Jess. You know your song, is everything okay with it or do you have any questions?" Jess wusste nicht, was sie antworten sollte. War alles mit seiner Wahl für sie in Ordnung? Eigentlich nicht; Im Grunde hatte Maurice ja Recht: sie fühlte sich überfordert... Aber das hier und jetzt offen zuzugeben, wollte sie auch nicht. Schon gar nicht vor den Jungs. die sie immer noch offen, und für jeden erkennbar, verachteten. Und wie die anderen zu ihr standen, wusste Jess ebenfalls nicht, offiziell verhielten sie sich ruhig, aber im Grunde wusste sie, dass es vermutlich genauso war. Vielleicht alle, bis auf Mandy.
Also schluckte sie ihre aufkommenden Ängste herunter. Im Grunde hatte sie doch ohnehin keine Chance. "Ist okay, ich mag den Song. Danke, Samu", sagte sie nur, und versuchte zu lächeln.
Samu merkte durchaus, dass Jess nur so tat, als wäre sie stark. Und er wusste auch, welche Bürde er ihr mit diesem - wirklich harten - Rocksong auferlegte.
Aber er hatte es nicht getan, um ihr wehzutun. Das lag ihm wirklich fern. Er hatte direkt gemerkt, was in diesem Mädchen steckte, und sie konnte nicht nur mit sanften Balladen - die sicherlich am besten zu ihr passten - durch die Live-Shows gehen.
Sollte sie es tatsächlich bis ins Finale schaffen, würde er ihr eine große Auswahl an verschiedenen Songs geben. Natürlich auch sanftere, die sie dann vermutlich auch lieber mochte. Aber zuerst sollte sie zeigen, was wirklich in ihr steckte. Ja, er wollte sie rocken sehen; und wenn sie das konnte, dann war sie fit für die zweite Live-Show, das Halbfinale - und im Grunde auch für das Finale. Im Grunde galt es für alle anderen ebenso, und er wusste, dass er da auch keinen Unterschied machen durfte. Schließlich nickte er, und gab ihr den Text. Dann richtete er sich an die anderen, die er ebenfalls mit ihren Texten ausstattete.
Und dann kam die nächste Hammer Information: "So, next step: Es wird eine neue Regel geben: immer zwei von euch werden gegeneinander singen; und dann werde ich in eine Prozent-Voting entscheiden, wer weiter kommt, in die zweite Live-Show. For die anderen gilt das genauso. Die, die weiter kommen, bekommen danach ihre neue Songs, und so weiter... Alles verstanden?" Die meisten schwiegen erst einmal, dann fragte Marius: "Das ist ja fast wie in den Battles... Wer singt gegen wen?"
Samu sah ihn an: "Das sag ich euch bei die nächste Treffen, die Morgen here stattfindet. Und jetzt könnt ihr gehen und schon einmal anfangen zu uben. Erste Ubungsstunden finden heute schon statt, mit Tom. Die Zeiten findet ihr auf die Ubungsplan - und jetzt bye!" Die Talente nickten. Sie nahmen schließlich ihre Texte und gingen auf ihre Zimmer, auch Jess und Mandy.
Jess' Zeit war am Abend, direkt nach Mandy. Sie hatten sich auf ihr Zimmer verzogen und legten sich auf ihre Betten, mit ihren Texten in der Hand.
Natürlich kannte Jess ihren Song, und im Grunde mochte sie ihn auch - aber verdammt, der haute rein; schon von Anfang an! Sie würde direkt lospowern müssen, und das behagte ihr gar nicht. Mandy sah ihr wohl an, dass sie immer noch recht unglücklich aussah, und versuchte, eine Konversation in Gang zu bringen: "Du magst den Song wohl nicht so wirklich, oder?" fragte sie, und Jess sah zu ihr herüber. Sie räusperte sich. Dann antwortete sie: "Nein, das ist es nicht... Ich mag den song schon, aber..." dann hielt sie inne. Sollte sie diesem Mädchen vertrauen? Im Grunde wusste sie es auch nicht, immerhin war sie bei dem ganzen Mit mit Heather ja auch dabei gewesen...
Mandy sah sie an: "Aber?.." fragte sie, und Jess entschied sich dafür, es ihr zu sagen, sie wusste selber nicht, wieso. Also atmete sie einmal tief durch und antwortete: "Ich weiß nicht, ob der Song das richtige für mich ist. Er ist einfach zu hart. Das bin nicht ich... Samu weiß das natürlich nicht, er kennt mich ja nicht wirklich, vermutlich hat er sich deswegen ausgerechnet diesen Song ausgesucht..." Ihre Stimme war matt. "Ich werde eh versagen, dann seid ihr mich los..."
Mandy sah sie an. Es war einige Sekunden still in dem Raum, dann sagte sie, mit, für ihre Verhältnisse starker Stimme: "Weißt du, wenn du das wirklich so meinst, dann wirst du wohl raus fliegen - aber ist das wirklich das, was du willst? Wenn ja, dann finde ich es wirklich unfair, dass du wieder dabei bist!" Bevor Jess etwas erwidern konnte, fuhr sie fort: "Ich meine, Samu hat dir den Song bestimmt nicht gegeben, um dich zu ägern! Er will dich fordern! Und wenn du dich darauf einlässt, dann ist ja auch alles gut. Aber wenn du vorher schon aufgibst... Nein, dann hast du es wirklich nicht verdient, hier zu sein! Hör endlich auf, an die Vergangenheit zu denken, die ist vorbei! Das hier ist eine neue Staffel, und damit ein neuer Versuch - und neues Glück. Auch für dich. Und Heather ist fort!" fügte sie noch hinzu.
Jess blickte ihre Zimmergenossin erstaunt an. So eine Hilfe hatte sie von ihr gar nicht erwartet.. "Danke", sagte sie nur, und lächelte. "Keine Ursache. Und jetzt fangen wir mal an. Wie wär's, wenn du schon mal ein paar Takte übst?"
Jess wusste wirklich nicht, was sie von Mandys Hilfsbereitschaft halten sollte. Meinte sie es wirklich ernst? Im Grunde waren sie doch Rivalinnen? Aber das waren sie und ihre mittlerweile besten Freundinnen, Dana und Steffi, vor einem Jahr auch noch gewesen, als sie zusammen - und damit gegeneinander - bei "The Voice" gekämpft hatten. Und auch sie hatten sich gegenseitig geholfen. Jess erwartete jetzt nicht, dass sie und Mandy genau solche Freundinnen werden würden, aber warum sollten sie nicht wenigstens Frieden schließen? Das war mehr, als sie von allen anderen hier erwarten konnte, die sie im Grunde beinahe alle hier nicht wirklich ausstehen konnten.
Also lächelte sie und schaute auf den Text - und begann, noch etwas zaghaft, zu singen: "this is a song for the broken hearted..."
Kaum hatte sie den Anfang begonnen, unterbrach sie Mandy auch schon: "Hey, wenn du SO vor Samu anfängst, hast du direkt abgeschmiert... Meine Güte, du weißt schon, wie da am Anfang gepowert wird? Du musst rein hauen, Jess!" Mandy war beinahe sauer. Jess verstand die Welt nicht mehr. "Du bist ja richtig wütend, was ist los mit dir? Eigentlich sind wir doch Rivalinnen... Warum hilfst du mir denn jetzt?..." wagte sie sich schließlich doch zu fragen. Mandys Antwort folgte prompt: "Ich dachte, das hätte ich klar gemacht: Weil ich es unfair finde, wenn du nicht wenigstens dein Bestes gibst! Auch, wenn Heather scheiße war, und ich es wirklich nicht gut fand, was sie getan hat, aber wenn du dir nicht mal Mühe gibst - und das wirkte gerade echt nicht so - dann ist es wirklich nicht fair, dass DU ihre Stelle eingenommen hast. Heather war nämlich wirklich gut!" fügte sie noch hinzu.
Erst einmal folgte Stille auf Heathers Worte. Jess fühlte Stiche im Herzen, Dann hörte sie erneut Mandys Worte: "Hey, ich hab das jetzt nicht böse gemeint, wirklich nicht! Bitte versuche wenigstens, dich anzustrengen! Auch, wenn das vielleicht nicht dein Song ist, aber du kannst ja nun auch nicht immer so liebliche Schleimsongs singen. Nimm es doch einfach als Herausforderung, dass du mal was hartes bekommen hast! Und jetzt los, versuch es noch einmal: Und dieses Mal, mit Power!"
Jess hatte sich wieder etwas beruhigt. Im Grunde hatte Mandy Recht; sie fand es zwar immer noch kurios, dass ausgerechnet jemand, die eigentlich ihre Rivalin war, ihr jetzt half, aber in Ordnung,wieso nicht. Zumindest hatte sie so das Gefühl, hier nicht mehr ganz alleine zu sein. Sie setzte sich gerade auf, schloss die Augen, und erinnerte sich, wie Jon Bon Jovi mit powernder Stimme direkt loslegte. Und sie rockte ebenfalls los: "THIS IS A SONG FOR THE BROKEN HEARTED"...
Mandy klatschte zum Text in die Hände, noch hatten sie keine Musik dazu, das würden sie wohl alle erst bei ihrer ersten Übungsstunde bekommen. Jess hielt kurz inne, doch Mandy nickte nur, um ihr zu zeigen, weiter zu machen. Jess ließ sich das nicht zweimal sagen, sie sang weiter und langsam wurde sie immer selbstsicherer.
Es machte ihr Spaß, sie wurde lauter, rockte auch ohne die Musik, ab und an begleitet von Mandys Klatschen. Als sie fertig war, öffnete sie die Augen. Sie hatte alles um sich herum ausgeblendet, auch Mandy. Diese sah sie an und lächelte. "Cool. Kann sicher noch ein wenig verbessert werden, aber dafür sind ja andere da. Das war für den Anfang jedenfalls schon mal ziemlich gut. Also weiter so, dann bist du es also doch wert, hier zu sein Und nun bin ich dran!" Und damit nahm sie ihren Text und begann ebenfalls, zu singen. Ihr Song war etwas weniger hart und wäre eher nach Jess' Geschmack gewesen. Sie hörte ihrer Nachbarin genauso zu und fand ihre Stimme wunderschön. Sie würde es schwer haben gegen sie, egal wer jetzt gegen wen kämpfte. Und tief in sich drin wünschte sie sich, dass sie nicht gegen Mandy antreten musste. Denn das würden sie wohl am nächsten Tag gesagt bekommen. Wer gegen wen in den Ring steigen musste. Wie im Battle, da hatte Maurice sogar Recht gehabt...
Am Abend kam also die erste Übungsstunde. Der Lehrer hieß Tom und Jess kannte ihn nicht. Aber er war nett, und sie verstanden sich auf Anhieb. Nach ein paar ersten netten Worten, forderte er sie auf, anzufangen und Jess fühlte sich zuerst wieder unwohl, dachte dann aber an Mandys Worte.
Sie wollte zeigen, dass sie es wert war, hier zu sein, und powerte direkt drauf los. Vielleicht ein wenig zu hart, denn sie merkte direkt, dass ein paar Töne schief heraus kamen, schiefer als vorhin im Zimmer. Darüber ärgerte sie sich, aber sie hörte trotzdem nicht auf und machte weiter. Und langsam gefiel es ihr, auch mal ein wenig härter zu sein.
Schließlich war sie fertig, und öffnete die Augen, die sie die ganze Zeit geschlossen gehalten hatte. Sie wusste noch, dass Rea ihr immer nahe gelegt hatte, sie zu öffnen, doch irgendwie brauchte sie das jetzt und hier, und der Lehrer - Tom - sagte nichts dazu. Zuerst war es noch etwas still, und Jess befürchtete, dass sie versagt hatte, zumal ihr bewusst war, dass sie öfters schiefe Töne von sich gegeben hatte. Tom blickte sie an, dann lächelte er: "Wow, kraftvoll bist du auf jeden Fall. Hat mir gut gefallen. Für das erste Mal! Du hast den Song ziemlich gut raus gehauen, manchmal ein wenig ZU gut, da müssen wir noch ein wenig arbeiten, aber für dein erstes Mal.. Samu hat mir gesagt, dass du Probleme haben könntest, weil du wohl eher der stille Typ bist... Aber ehrlich gesagt kann ich das jetzt gar nicht bestätigen. Power hattest du, definitiv. Bleib dabei, dann feilen wir ein wenig an deiner Stimmfarbe. Aber das wird schon - wir haben ja noch ca. eine Woche!
Also, die erste Stunde ist Morgen, um die gleiche Zeit, allerdings dann ein wenig länger. Üb mal schön weiter, dann sehe ich gute Chancen für dich. Und jetzt, bye, der nächste wartet." Und er zwinkerte ihr zu.
Jess war verwirrt. Das war es schon? Sie wollte gerade fragen, da öffnete sich die Tür - und Marius betrat den Raum. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen, als er Jess sah, und sie fühlte sich unwohl. Tom blickte sie an, und sie verzog sich hastig aus dem Raum. Ihr war plötzlich sehr kalt geworden.
Nun gut, die erste Stunde war anscheinend nur kurz, ob das jetzt bei allen so war, oder nur bei ihr wusste sie nicht, aber sie ging davon aus, dass es wohl generell der Fall war. Und Morgen sicherlich länger werden würde. Sie hoffte es jedenfalls.
Zumindest war das erste Mal jetzt nicht schlecht gelaufen, und sie wusste, dass sie dies Mandy zu verdanken hatte. Sie nahm sich vor, jetzt zurück zu gehen und sich bei ihr zu bedanken, und das tat sie dann auch. Es wurde noch ein netter Abend. Wenige Stunden später gingen die beiden dann zu Bett und warteten auf den nächsten Tag, an dem Samu ihnen mitteilen würde, wer mit wem zusammen in den Ring steigen würde...
Der besagte Morgen folgte. Wieder war Jess aufgeregt. Sie versammelten sich erneut vor dem großen Übungssaal und dann kam Samu und ließ sie eintreten. Alle waren angespannt. Wer würde mit - oder eher gesagt gegen - wen "kämpfen"?
Samu hatte sich natürlich zuvor seine Gedanken gemacht und, und es war eine sehr lange Nacht gewesen. Besonders bei Jess musste er lange überlegen. Was sollte er tun? Dann fällte er eine Entscheidung, die ihm im Grunde nicht allzu leicht gefallen war. Doch es passte einfach. Jess hatte einen Powersong, den sie nur gut genug performen musste, aber das traute er ihr durchaus zu. Hoffte er jedenfalls. Und es gab noch jemanden, dem er einen Powersong gegeben hatte, und Samu war der Meinung, dass die beiden Songs durchaus zusammen passen würden.
Abgesehen davon, wusste er aber auch, dass es ein Risiko barg, was er jetzt tat. Jess' Partner - oder Gegner, wie man es auch immer nennen wollte - würde Maurice sein. Und Samu wusste, dass dieser Jess verachtete. Doch darauf konnte er keine Rücksicht nehmen. Die Songs der beiden waren vom Stil her ähnlich, und so konnte er am Besten bewerten, wer besser sein würde, und eine gute, und vor allem gerechte, Bewertung vornehmen. Jedenfalls versuchte er sich das einzureden.
Tief in seinem Inneren wusste er aber auch, dass er sich wünschte, dass es Jess gelingen sollte, diesen widerlichen Stößel zu besiegen. Denn im Grunde konnte er Maurice genauso wenig leiden wie Marius. Beide Jungs waren ihm zuwider. Und so hoffte er, wenigstens einen davon los zu werden.
Schließlich las er die Namen vor, und einige von ihnen versuchten, das Unvermeidliche zu verhindern, in dem sie ihm in den Ohren lagen, doch eine andere Konstellation zu nehmen und die Entscheidung doch noch zu ändern. Vor allem, wenn es Leute waren, die sich mochten. Samu ließ natürlich nicht mit sich reden: "Das here is keine Kindergarden! Und ich entscheide, wer mit wem, okay? Besides, es gibt ohnehin nur eine "The Voice of Germany"!" schnitt er jeden Einwand entschieden ab - und dann fiel sein Blick auf Jess. "So then - dann haben wir Jess - du singst zusammen - oder against..." er machte eine kleine, beinahe theatralische Pause und sah dann zu Maurice herüber, der sich merklich anspannte; der würde doch nicht etwa... Und sein Name fiel tatsächlich: "Maurice!"
Der Saal war still geworden. Keiner konnte das wirklich glauben, was Samu da gerade gesagt hatte. Die - nicht wirklich beliebte - Neue, ausgerechnet gegen Maurice? Der ziemlich beliebt war, und sie absolut nicht leiden konnte? Wobei das ehrlich gesagt noch geschönt war...
Auch Jess blieb zuerst einmal die Spucke weg und sie konnte nichts sagen. Sie hatte die ganze Zeit eher die Befürchtung gehabt, dass sie gegen Mandy antreten müsste, was sie wirklich schade gefunden hätte. Aber DAS jetzt?
Bevor sie etwas sagen konnte, platzte es aus Maurice heraus: "NEIN! Das kannst du mit nicht antun, Samu!" schrie er beinahe dem Teamcoach entgegen. "Rea hätte mir das niemals angetan! Hast du was gegen mich? Was zum Teufel soll das; ausgerechnet gegen diese Schlampe? Diese Hure hier, die es nur geschafft hat, weil sie mit Rea geschlafen hat? So ist es doch! Das weiß doch jeder hier! Heather hat doch vollkommen Recht. Und Rea, der Feigling, entzieht sich seiner Verantwortung! So ist es doch! Ich akzeptiere das nicht! Ich will jemand anderen als "Partner", nicht diese Nutte hier; wer weiß, mit wie vielen die noch geschlafen hat, von wegen "Vergewaltigung".."
Weiter kam er nicht. Im Raum war es mäuschenstill geworden. Dass Maurice sich darüber ärgern würde, war eigentlich fast jedem klar gewesen, auch Samu, aber DAS jetzt war zuviel. Und es war auch zuviel für Jess. Ihr wurde schlecht. Die Worte trafen sie wieder bis ins Mark und sie spürte, wie ihr die Tränen in die Augen schossen. Sie fühlte, wie sie ihr die Wange herunter liefen, und sie konnte nicht mehr. Ihr war alles egal, sie öffnete die Tür und rannte beinahe blindlings die Treppe hinauf, auf ihr Zimmer und warf sich auf ihr Bett. Gar nichts hatte sich verändert; wie konnte sie nur glauben, dass es besser geworden wäre? Niemand akzeptierte sie hier, und sie wollte nach Hause. Zurück zu ihren Freundinnen. Sollte doch diese Heather zurück kommen; sie hatte es geschafft!
Als Jess weinend aus dem Raum gestürmt war, wollte Mandy sie aufhalten, aber Samu schüttelte den Kopf. Er wusste, dass es erst einmal besser war, sie gehen zu lassen, er würde sich später um sie kümmern. Mandy sah ihn an und sagte: "Ich, ich würde gerne nach ihr sehen, Samu... Bitte" Samu nickte nur und ließ dabei Maurice nicht aus den Augen. Sein Gesicht war rot geworden; rot vor Zorn.
Mandy verließ wenige Minuten nach Jess den Raum und lief ebenfalls in ihr Zimmer. Hoffentlich kam sie noch nicht zu spät...
Samu blickte Maurice an und trat dann auf ihn zu. Die anderen traten zur Seite, es war etwas in seinem Blick, was sie so noch nie gesehen hatten, und keiner traute sich, etwas zu sagen. Samu krallte Maurice an seinem Pullover und zog ihn zu sich herüber, so weit, dass die beiden Auge in Auge standen. Dann sprach er, und seine Stimme war ebenfalls kaum noch wieder zu erkennen: "Und now du hörst mir genau zu, meine "Freund"; ich hab schon einmal gesagt, dass ich here keine schlechten Sprüche, oder sonstiges gegen eine andere Teamkandidat hören will! War das so schwer zu verstehen? Was du gesagt hast, da gerade, war unverzeihlich! Eigentlick musste ich dich jetzt und here raus schmeißen; augenblicklich! Und das würde ich auch am liebsten tun! Ich kann dich nicht wirklich leiden, aber ich habe versucht, das nicht zu zeigen. Ist das wirklich so schwer?" Er richtete seinen Blick wieder an die anderen: "Ist es wirklich so schwer, sich zusammen zu reißen, selbst wenn man jemand nich leiden kann? Ich weiß nicht, was ihr alle gegen Jess habt; sie ist ein liebes Girl, das verdammt viel durchgemackt hat! Und damn it, no, keine gibt ihr here mehr Chancen als euch alle! Ich dachte, dass hätte Rea klar gemacht?!"
Er wandte sich wieder Maurice zu. "Und was hast du nock gesagt? Jess wäre eine "Nutte", verstand ich das right? You had call her a "hore"?? Bist du noch ganz bei Trost??" schrie er ihn jetzt an. Er ereiferte sich immer mehr: "Was sollte das heißen, dass du denkst, sie hätte mit Rea Sex gehabt um here zu sein? Are you serios? Nicht nur, dass du damit Jess aufs übelste beleidigst, was sagst du da gegen Rea? Aber davon ab, Jess hat eine schrecklich Vergangenheit! Das weiß wohl here jede von euch. Damn it, she was RAPED! Weiß eigentlich eine von euch, was das bedeutet? Is eine von euch girls schon mal vergewaltigt worden? Hat euch jemand einmal eure Leben genommen? Auf so eine furchtbar Art und Weise? No? Dann hat wohl keine von euch das right, sie zu verdammen!
Und die Vergewaltigung here was not the only one! She was raped her whole childhood, in Kindheit- und Jugenddays! Sie war verzweifelt, had tried to kill herself! Hat eine von euch schon einmal Selbstmordgedanken gehabt? No? Dann kann keine wissen, wie es in ihr aussieht. Und du, du kleine Missgeburt: Noch einmal; ich wurde dich am liebsten here heraus schmeißen, achtkannt!" But ich weiß leider nicht, wie es dann in diese Scheiße here weiter geht... Geh mich aus die Augen, und ich warne dich; Komm Jess nicht mehr zu nahe..." Dann war er fertig und ließ ihn los.
Es war immer noch still. Die anderen wussten nicht, was sie sagen, oder tun sollten, und die Worte ihres Coaches hatten sie hart getroffen. Keiner hatte bis jetzt darüber nachgedacht, wie es in Jess wohl aussehen würde, wie es ihr wohl ergangen war, was sie wirklich durchgemacht hatte. Selbst nach Reas "Moralpredigt" nicht, die er ihnen, kurz nach der Katastrophe mit Heather, gehalten hatte. So hart war selbst er nicht gewesen. Im Grunde hatte Samu Recht: Niemand von ihnen konnte nachvollziehen, was Jess durchgemacht hatte, und wie sie sich fühlte. Und tief in sich glaubte auch niemand wirklich daran, dass Rea mit ihr geschlafen hatte - selbst wenn sie vielleicht versucht haben sollte, ihn zu verführen. Doch hatte sie das wirklich? Sie wussten es nicht mehr. Dennoch fragte sich jetzt jeder, wie es jetzt weiter gehen sollte.
Schließlich traute sich ein Junge, das zu fragen. Samu hatte sich wieder ein wenig beruhigt, und drehte sich zu ihm um: "Well, ich habe die Einteilung gesagt, und now könnt ihr gehen und habt erst einmal frei. Die Stundenpläne habt ihr auch bekommen, wann eure Training ist, und auch, wenn wir uns wieder sehen. In Einzel- und Gruppenübung!"
"Und es bleibt dabei, auch Jess und..." fragte er und blickte dabei verstohlen, beinahe ängstlich zu Maurice herüber. Samu sah ihn an: "Yes, es bleibt alles wie ich es gesagt hab. Es ist kein Zeit mehr, for changes! Aber ich sag es noch einmal: Ihr lasst Jess in Ruhe! When ich noch einmal mitbekommen, dass du, oder jemand anders, ihr irgend etwas tut, dann konnt ihr den ganzen Scheiß here vergessen, dann bin ICH out! Und eine neue Coach bekommt ihr garantiert nicht mehr!"
Damit war er es, der den Saal verließ. Die anderen starrten ihm hinterher, bis er nicht mehr zu sehen war.
Als er fort war, platzte es aus Maurice heraus: "Dieser Scheißkerl! Zuerst zwingt er mich dazu, mit dieser Schlampe zu singen, und dann meint er, mich SO behandeln zu können?..." Weiter kam er nicht, denn die anderen traten auf ihn zu, alle, bis auf Marius, und einer von ihnen sagte: "Hör endlich auf! Hast du immer noch nicht genug?! Für das, was du gerade von dir gegeben hast, hätte Samu dich "neunkannt" raus schmeißen können - hat er aber, aus welchen Gründen auch immer - nicht getan! Also sei froh, dass du überhaupt noch da bist, und halt endlich die Fresse!" und damit verließen auch die anderen den Raum; jetzt waren nur noch Maurice und Marius da. Sie sahen sich an und schwiegen erst einmal. Dann sagte Marius, der bis dahin ruhig gewesen war: "Du hast ja Recht; aber wir können anscheinend nichts mehr daran ändern, ob es uns nun gefällt, oder nicht. Ich hasse diese Schlampe auch, aber die hat wohl auch Samu um den Finger gewickelt... Vielleicht war die ja auch mit ihm im Bett, was weiß ich. Jedenfalls solltest du es akzeptieren.
Abgesehen davon, du hast 10 x bessere Chancen als sie! Zeig ihr was du drauf hast, du bist der bessere!" Damit boxte er ihm kameradschaftlich auf die Schulter, und ging ebenfalls. Er hatte es gut gemeint, und im Grunde wusste Maurice das auch, aber trotzdem rumorte es in ihm. Er würde es der Schlampe zeigen, und das so bald wie möglich. Er war immer noch voller Zorn, als auch er den Raum verließ.
Mandy war direkt in ihr Zimmer geeilt, und hörte bereits Jess' Schluchzen, als sie an ihre Tür kam. Sie nahm sich zusammen und trat ein. Jess lag auf ihrem Bett und weinte. Mandy trat zu ihr und legt ihr einen Arm auf die Schulter. Jess zuckte zusammen. "Hey, tut mir leid, ich bin's... Man, ich dachte echt, es wäre besser geworden; aber dieser Kerl ist ja so was von besch... Was der gesagt hat, ging ja gar nicht! Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen; bitte. Samu redet wohl gerade ein paar "Wörtchen" mit ihm... Hoffentlich schmeißt er den raus - und zwar "neunkannt"." Sie lächelte, obwohl auch ihr nicht zum Lachen zu Mute war.
Jess blickte langsam auf. Sie wusste gar nicht so richtig, was sie jetzt sagen, oder tun sollte. Wieder stand sie am Scheideweg. Sollte sie gehen? Sie hatte gerade erst ihren Koffer ausgepackt, den sie ziemlich lange unter ihrem Bett gelassen hatte, nach der Geschichte mit Heather... Sie blickte zu ihrem leeren Koffer herüber, und Mandy sah es. Diese schüttelte den Kopf: "Wenn du das jetzt tust, bist du nicht nur feige, und unwürdig hier zu sein, du lässt ihn auch gewinnen! Bitte, Jess, ich versteh dich, wirklich. Es war mies und, was der Dreckskerl gemacht hat, aber bleib hier! Gib weiter dein Bestes und BESIEG DEN TYPEN! Nur so kannst du dir Ansehen hier gewinnen, wenn du ihn besiegst! Zumindest dein Battle mit dem!" fügte sie noch grinsend hinzu.
Langsam waren Jess' Tränen versiegt. Es fiel ihr nicht leicht, über Mandys Worte nachzudenken. Im Grunde war sie schon beinahe wieder drauf und dran gewesen, aufzugeben. Was hielt sie noch hier? Aber Mandys durchaus nette, und, wie sie merkte, auch ernst gemeinte Worte, gaben ihr irgendwie Mut. Und sie wusste, dass auch Dana und Steffi ihr garantiert das gleiche gesagt hätten.
Doch eines musste sie noch wissen. Sie blickte Mandy an und fragte: "Und wie denkst du über mich? Hältst du mich auf für eine "Nutte", die mit Rea geschlafen hat, um hier zu sein? Bitte, sei ehrlich!" Sie hatte beinahe Angst vor Mandys Antwort.
Diese wich ein paar Schritte zurück und antwortete schließlich, nach einigen Sekunden: "Wenn du das immer noch nicht gemerkt hast, dann tut es mir beinahe leid... Nein, Jess - ich weiß, ich habe mitgemacht, als Heather so mies zu dir war. Aber schon da habe ich es nicht wirklich gut gefunden, und ich habe mich auch bei dir dafür entschuldigt, und es auch so gemeint! Die Sachen, die Heather da aus deinem Tagebuch vorgelesen hat - was natürlich nicht in Ordnung war - aber es war ja nun mal so...
Weißt du, die kann ich nicht vergessen. Was du durchgemacht hast, war grausam. Das kann niemand verstehen, der das nicht einmal selbst durchgestanden hat. Und ich hab das glücklicherweise auch noch nie erlebt. Von daher kann ich es auch nicht nachvollziehen. Aber ich denke nicht, dass du so etwas getan hast, was Heather und auch ihre Schrottjungs da von sich geben. Das war auch nirgends in deinem Tagebuch zu lesen! Das haben die da nur irgendwie rein interpretiert, weil die es so wollten! Was weiß ich, vielleicht sind die neidisch, oder so? Keine Ahnung.. Und deine Frage zu beantworten: Nein, du bist keine "Hure", und wir beide werden vielleicht nie wirkliche Freundinnen; aber wir sind im gleichen Team. Solange, bis eine von uns fliegt. Das kann schon jetzt in der ersten Live-Show sein, vielleicht erwischt es uns mich - oder dich; aber du hast mir versprochen, es zu versuchen, Jess. Und das verlange ich von dir! Zeig es ihnen! Dass du das kannst, hab ich doch hier gehört! Der song ist genau das richtige, denen zu zeigen, dass du dich nicht unterkriegen lässt! "This is the song for the broken hearted" Vielleicht hat Samu ihn genau deswegen für dich ausgesucht? Damit du merkst, dasss du stark bist? Wer weiß? Denk drüber nach.." Damit schloss sie ihren Monolog.
Jess hatte mit beinahe ungläubigen Staunen zugehört. So lange hatte Mandy ja noch nie mit ihr geredet... "Wow.. danke".. sagte sie nur und lächelte. Ja, sie glaubte ihrer Zimmergenossin. Es stimmte, vielleicht wurden sie keine Freundinnen, so wie sie und Dana und Steffi, aber trotzdem begann sie, Mandy zu mögen. Und dann setzte sich auch tatsächlich wieder so etwas wie Kampfgeist in ihr durch! Nein, sie würde sich von diesem Scheißkerl nicht klein kriegen lassen! Sie zog ihren Walkman hervor und legte die Kassette ein, die sie von Tom zum Üben bekommen hatte. Zuerst wollte sie sich den Song einmal ganz anhören, und dann mitsingen. Jetzt erst recht! Und Mandy schaute sie zufrieden an, lächelte und verzog sich dann ebenfalls auf ihre Seite des Zimmers. Auch sie nahm sich ihren Song zum Üben vor. Es gab viel zu tun...

