30. Gute Neuigkeiten?
Auch Rea dachte darüber nach, was er als nächstes tun sollte. Es war späterer Abend, dennoch kam ihm in den Sinn, nun, nachdem er es tatsächlich geschafft hatte, Ralf zu überzeugen, dies auch bei der eigentlichen Person zu übernehmen: Jess!
Rea konnte sich denken, dass es sie auf jeden Fall überraschen würde, denn sie ahnte ja nicht, was er sich für sie ausgedacht hatte. Trotzdem hoffte er, dass sie sich über die neue Chance freuen würde.
Schließlich war er bei dem Haus der Mädchen angekommen und sah erleichtert, dass Licht brannte. Sie waren also zu Hause. Langsam stieg er die Treppe hinauf und klingelte. Einige Sekunden später wurde die Tür geöffnet und Dana stand vor ihm, die ihn überrascht, aber erfreut ansah: "Rea, was machst du denn hier?" Bevor er antworten konnte, brüllte Dana schon in Richtung Wohnzimmer: "Hey, Mädels, wir haben netten - und hübschen - Besuch!"
Rea grinste und dann sah er schon Steffi und Jess ankommen. "Rea - hi. Was verschafft uns denn die Ehre?" fragte Steffi und Jess lächelte. Ihr ging es wieder besser, das konnte Rea erkennen und er freute sich natürlich darüber, nachdem was alles hinter ihr lag.
Dann fragte er: "Can I come in? Ich wollte was mit Jess besprechen, when das okay is?" "Klar kannst du rein kommen. Was ist denn so wichtig? Ist aber nichts passiert, oder?"
"No, surely not! Zumindest nicks Schlimmes..." setzte er geheimnisvoll hinzu und dann trat er in die Wohnung ein. Er räusperte sich und wiederholte: "Jess.. Es gibt da was, was ick dir sagen muss... Theoretically hat das auch Zeit bis Morgen; but... ick will das so schnell wie moglich hinter mir bringen, to be honest.."
Die Mädchen sahen sich an, irgendwie kam ihnen ihr früherer Coach so ein wenig merkwürdig vor; dennoch luden sie ihn ein, sich auf die Couch zu setzen und Steffi trabte in die Küche um ihnen allen noch einen heißen Kakao zu kochen. Jess und Dana setzten sich neben Rea auf die Couch und sahen ihn erwartungsvoll an.
"Und? Was ist so dramaturgisch wertvoll, dass es nicht bis Morgen warten kann?" fragte Dana und auch Jess blickte ihm fragend ins Gesicht.
Nun, wo er hier war, war ihm schon ein wenig mulmig zu Mute, denn er hatte keine Ahnung, wie Jess auf die Neuigkeit reagieren würde. Doch dann riss er sich zusammen. Es war doch eine super Nachricht, die er für sie hatte, also wieso machte er sich jetzt so viele Gedanken? Er wusste es selber nicht. Schließlich räusperte er sich und begann zu reden: "Jess... You know, Ralf, the producer of "The Voice of Germany" hat mich gefragt, ob ich wieder bei eine neue Staffel mitmache..." Weiter kam er nicht, denn Dana unterbrach ihn: "Das ist doch super! Du hast bestimmt ja gesagt, oder? Ohne dich wäre die Sendung doch nur halb so lustig!" Rea sah sie an und Dana verstummte. Irgendwie hatte sie das Gefühl, ihn jetzt bei irgend etwas Wichtigem unterbrochen zu haben... "Sorry", sagte sie nur und Rea fuhr fort; er wandte sich erneut an Jess: "An sich war ich bereit for die nächste Staffel - allerdings gab es da etwas... eine Bedingung, die ich angegeben habe, die Ralf erfullen musste, damit ich es angenommen habe..."
Jess sah ihn an. Irgendwie wurde ihr langsam mulmig zu Mute. Kam es ihr nur so vor, oder laberte ihr früherer Coach hier nur so vor sich hin? So kannte sie ihn ja gar nicht... Und was hatte das ganze jetzt mit ihr zu tun, dass er heute Abend noch zu ihnen kommen musste, um ihnen brühwarm zu erzählen, dass er wohl wieder bei der nächsten "The Voice"-Staffel dabei war? Irgendwie wusste sie ohnehin gerade nicht, wie sie sich bei dieser Neuigkeit fühlen sollte. Einerseits freute sie es, dass Rea wieder eine Aufgabe hatte, doch andererseits... Es war zu viel geschehen, was mit dieser Sendung zu tun hatte, und davon abgesehen wäre die richtige für diese News doch eher Reas Frau..
Doch schließlich beherrschte sie sich und hörte weiter zu. Irgendwas hatte sich ihr früherer Teamcoach wohl schon dabei gedacht, hier aufzutauchen und so wartete sie erst einmal ab. Im Grunde hatte Jess keine Ahnung, was sie nun erwartete, doch definitiv nicht das, was sie nun zu hören bekam...
Rea fasste sich nun ein Herz. Er musste es ihr sagen, und auch, wenn er eigentlich davon ausging, dass es sie freuen sollte, war ihm trotzdem ein wenig flau im Magen, als er es schließlich aussprach: "Jess... Ich war bei Ralf und habe ihm gesagt, dass ick bei die neue Staffel wieder dabei bin - unter die Bedingung, dass DU auch wieder dabei bist! Ab die erste Live-Show wirst du als neue Kandidatin zu die andere dazu stoßen - You earn a new chance! Und Ralf ist einverstanden!" fügte er noch hinzu, ohne zu erwähnen, dass es ihn durchaus Überredungskunst gekostet hatte, ihn überhaupt davon zu "begeistern".. Dann wartete er auf Jess' Reaktion...
Diese ließ ein wenig auf sich warten. Dana und auch Steffi, die mittlerweile wieder zu ihnen gestoßen war, und den Kakao auf den Tisch gestellt hatte, hatten es früher begriffen als sie. Beide jubelten und umarmten ihre Freundin, die sich allerdings merklich versteifte - und beide Mädchen von sich drückte.
Sie schnellte von der Couch auf und stellte sich vor Rea. Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände - und von Begeisterung war keine Spur zu sehen, als sie schließlich leise - beinahe heiser - zu ihm sprach: ""Du hast WAS?? Sag mal, geht es dir noch gut??? Ohne mich zu fragen, ob ich überhaupt will, gehst du hin und erpresst den Produzenten der Sendung, dass du nur mitmachst, wenn ich dabei bin? Geht's noch?? Was soll das?? Meinst du nicht, du hättest mich vorher mal fragen sollen? Hab ich dir nicht deutlich zu verstehen gegeben, dass ich nicht mehr singen will? Dass "The Voice" für mich abgeschlossen ist?" Sie war zum Schluss immer lauter geworden. Und sie wurde noch lauter, als sie fort fuhr: "Ich lasse mich nicht gerne instrumentalisieren, Rea! Ich meine, du musst selber wissen, ob du mitmachen willst, oder nicht - wenn ja, dann tu's - wenn nicht, dann lass es! Aber lass mich aus dem Spiel, verdammt noch mal!"
Es war nicht zu übersehen, dass sie mehr als wütend war. Rea konnte nicht antworten. Er hatte nicht mit so einer Reaktion gerechnet. Dass es durchaus heikel werden könnte, da er ihr in der Tat vorher nichts davon erzählt hatte, war ihm durchaus bewusst gewesen - aber er hatte eher mit einer freudigen Überraschung gerechnet, denn es war ja auch etwas schönes, was er ihr hiermit mitteilte.
Umso geschockter war er, als er nun ihr wahres Denken realisierte. Ja, sie hatte ihm einmal erzählt, dass sie nicht wollte, aber wirklich geglaubt hatte er ihr nicht. Immerhin hatte sie ja auch nicht geglaubt, jemals wieder eine Chance zu bekommen, also wieso sollte sie dann etwas anderes erzählen? Oder sich selbst etwas vormachen? Doch nun war es etwas gänzlich anderes!
Doch bevor er antworten konnte, hatte Dana ihre Sprache wieder gefunden: "Jess, was soll das denn? Kannst du dich denn nicht mehr an den Karaoke-Abend in der irischen Bar erinnern? Du wolltest zuerst nicht singen - doch dann, als wir auf der Bühne standen, und du zum Schluss ganz alleine warst, da hast du dich so wohl gefühlt.. Und deine Stimme.. Die war so glockenhell, so wunderschön... Und gib es doch zu: Du wolltest wieder ein Star sein! Das sah man dir doch an!..."
Weiter kam sie nicht, denn Jess funkelte nun sie an: "Hab ich dir das zu "verdanken"? Habt ihr Rea diesen Floh ins Ohr gesetzt? Meine Güte, ja; es ging mir gut an diesem Abend! Ich fühlte mich wohl - aber gerade weil es so eine familiäre Atmosphäre war! Es war ein kleiner Club, mit wenigen Gästen, einfach nur gemütlich und ich habe mich beinahe gefühlt wie in einem zu groß geratenem Wohnzimmer! Aber das war etwas völlig anderes als zu "The Voice"-Zeiten.
Ich will dieses riesige Theater nicht mehr! Die Kameras um mich herum, alle Welt sieht zu mir.. Und... außerdem... Ach, lasst mich doch in Ruhe!" rief sie plötzlich und drehte sich einfach um und lief die Treppe hinauf, in ihr Zimmer. Rea und die Mädchen hörten die Türe zuknallen.
Es war für sie alle ein Schock. Vor allem für Rea, der sich eine gänzlich andere Reaktion erhofft hatte. Dana und Steffi wollten ebenfalls hoch rennen, doch er hielt sie auf: "Wait! Lasst mich gehen. I think, ich hab ein paar Worte mit ihr zu reden..." sagte er nur, dann lief er ebenfalls die Treppe hinauf.
Als er oben ankam, sah er, dass sie im kleinen Zimmer verschwunden war, die Tür war zu und er konnte nur hoffen, dass sie es nicht abgesperrt hatte. Falls ja, hatte er noch den Trick mit den Haarnadeln im Kopf, doch er wollte diesen nicht unbedingt anwenden müssen. Leise klopfte er an die Tür, als er nichts hörte, drückte er dennoch die Klinke herunter. Erleichtert realisierte er, dass die Türe sich öffnen ließ - Jess hatte sie also nicht abgeschlossen.
Sie lag auf dem Bett und starrte an die Wand. Als er ins Zimmer eintrat drehte sie sich von ihm weg und sagte: "Verschwinde! Ich will meine Ruhe haben!"
Rea ließ sich nicht darauf ein, sondern setzte sich auf ihr Bett, nicht ohne sie aus den Augen zu lassen. Dann sagte er: "Jess, ick verstehe nich, wieso du so reagierst... Du bekommst die chance of your life! Es is nickt normal, dass eine Talent zweimal bei diese Show mitmachen kann. Ralf mackt eine Ausnahme bei dir! Und ich dachte, es wurde dich freuen..."
Jetzt blickte sie zu ihm hin und ihre Augen funkelten erneut: "Hab ich mich eben nicht klar ausgedrückt? ICH WILL DIESE CHANCE NICHT!! Ich will nicht mehr in diese Show! Warum ist das so schwer zu verstehen? Machst du das immer so? Leute zu manipulieren, sie dazu zu zwingen, Sachen zu tun, die sie nicht wollen, nur weil DU es so willst?"
Ihre Stimme klang beinahe bockig. Rea starrte sie an. Was war wieder mit ihr los? So war sie schon lange nicht mehr gewesen und er konnte es sich nicht erklären. Doch er hatte schon einmal geschafft, sie aufzuweichen, sie dazu zu bekommen, ihre wahren Gefühle Preis zu geben. Er spürte, dass das, was sie hier von sich gab, nicht die wahren Gedanken widerspiegelten. Also blieb er am Ball und fragte: "Jess, ick hab gehort, was du gesagt hast.. Aber ich glaub dir nicht! Ich weiß, wie gut du singen kannst! Und ich weiß auch, dass du eine wahnsinnig gute Chance hattest, so weit wie moglich in die Show zu kommen.." "Ja, ich HATTE eine Chance - aber die ist vorbei! Ich bin raus! Und jetzt wieder rein zu kommen; was soll das denn bringen? Das hat doch noch nie jemand gemacht, oder? Ist schon mal jemand, der schon einmal draußen war, wieder zurück gekommen? He, Rea?" Rea schüttelte den Kopf. Er wollte antworten, doch Jess ließ ihn nicht zu Wort kommen: "Na siehst du! Wie wird das wohl aussehen, wenn ich als einzige wieder zurück kommen würde? Ausgerechnet ich? Nach allem was dort geschehen ist? Ich will das nicht mehr, Rea... Kapier es doch endlich!" Und wieder drehte sie sich von ihm fort.
Und langsam begann Rea zu begreifen, das eventuell mehr dahinter steckte als sie hier - noch - zugeben wollte. Hatte sie Angst? Er legte sanft eine Hand auf ihre Schulter und beugte sich zu ihr herab: "Jess, bitte; hor mir zu: Ich kann mir denken, dass du Angst hast; die Vergangenheit war grausam.. Aber erstmal wird es eine andere Raumlichkeit sein - wir werden nicht in die selbe Haus ziehen! Und zweitens sind es andere Talents! Alles ist anders! Jess, du hast eine new Chance verdient! Du wurdest damals aus deine Chance heraus gerissen - ohne zu wissen, wie weit du es geschafft hättest... Now it's time um zu neue Chance zu greifen! Lass das nick einfach so vergehen!"
Jess hatte sich zu ihm umgedreht und es war das erste Mal, dass sie ihn richtig ansah: "Ich, ich will das nicht", wiederholte sie, aber langsam wurde ihre vorherige Entschlossenheit brüchig. "Ich, ich habe Angst... Was ist, wenn die anderen mich hassen? Alle kennen mich... Ich bin die, die bei "The Voice" vergewaltigt wurde - und alle werden sie wissen, dass du mich deswegen wieder zurück geholt hast! Ich kann das nicht..."
Rea sah sie an. Also das war es. Jetzt hatte sie wohl endlich einmal gesagt, was sie wirklich dachte. Langsam nahm er ihren Kopf in seine Hände und sah ihr in die Augen. Sie erwiderte seinen Blick, dann sagte er: "Jess, ick will gar nich bestreiten, dass die Leute wissen, who you are; und well, ja, vielleickt denken sie auch, dass du deswegen zuruck bist - und? Selbst when - wir beide wissen, dass es nich so ist! Jess, I know what Talent you are! Du wirst genau da weiter machen, wo du last year aufgehort hast - aufhoren musstest! Und wie wir das genau mit die anderen Talents machen, das werden wir uns noch uberlegen. Ja, du wirst eine Talent zu viel sein, und ja, maybe this is nock eine Problem. Aber uns wird eine Losung einfallen - Ralf is bereits dabei - und dann steht uns nicks mehr im Weg! Und was die andere angeht: pfeif auf das, was sie denken! Du hast genau dieselbe Chance like anyone else! Genau wie alle anderen! Ab die erste Live-Show wirst du erneut in die Auswahl gehen - und denke nickt, dass ich dich automatisch weiter gehen lasse. Du wirst dich anstrengen mussen, so wie vorher auch - doch when ich dich richtig einschätze, dann hast du das Zeug dazu, es ins Halbfinale zu schaffen; und eventuelly sogar ins Finale!"
Jess war hellhörig geworden, sie setzte sich auf. Bis jetzt hatte sie nur so halb hingehört, da sie ohnehin auf "Gegenwind" eingestellt war, aber jetzt war ihr etwas aufgefallen. Sie sah zu Rea und fragte: "Sagtest du, ab der ERSTEN Live-Show? Ich war doch schon in der ersten Live-Show - müsste ich dann nicht ab der zweiten mitmachen?"
Rea freute es, dass sie zumindest schon einmal aufmerksam genug zu sein schien, dass ihr das aufgefallen war, dennoch wurde er ernst und nickte schließlich: "now.. Ja, das stimmt, normally, you would be in the second Live-Show, but.. Ralf hat entschieden, dass du nickt erst in die zweite Show rein kommen kannst. Vorher hat es keine Sinn; die Auditions und die Battles hast du schon hinter dich gebrackt. Aber du musst die erste Live-Show wiederhol'n. I'm sorry.."
Jess hatte verstanden, was er gesagt hatte, und entgegen seiner Befürchtungen fand sie die Vorstellung, die erste Live-Show, die sie eigentlich schon geschafft hatte, wiederholen zu müssen, gar nicht mal so übel. Wenn sie tatsächlich wieder dabei war, und quasi als "alter Neuzugang" hinzu kam, dann wollte sie nicht noch mehr Privilegien als irgend nötig. Wieder bei den Blind Auditions mitzumachen, machte nun so gar keinen Sinn, Rea, und auch die anderen, kannten ja ihre Stimme bereits. Dann höchstens erneut die Battles, aber wollte sie das? Immerhin hatte Rea schon recht, sie hatte bereits gekämpft, und es geschafft! Warum sollte sie das noch einmal tun wollen? Und langsam erwachte so etwas wie Sehnsucht in ihr. Zuerst hatte sie sich dagegen gesträubt, und ein Teil von ihr sträubte sich immer noch; doch etwas anderes erwachte in ihr, dass ihr sagte, dass sie es wollte. Die Live-Show erleben, auch, wenn es leider noch einmal die die erste sein würde. Und vielleicht schaffte sie es auch dieses Mal wieder? Und kam erneut in die zweite? Und dann ins Halbfinale - und eventuell auch ins Finale?
Sie konnte es selbst nicht erkennen, aber ihr Blick hatte sich erhellt. Aus ihren Augen strahlte die Antwort bereits, bevor sie es aussprach. Rea lächelte ebenfalls, doch er wartete, bis sie ihm in die Augen sah und schließlich bedächtig sagte: "Okay Rea, ich werde mitmachen - trotzdem wäre es fair gewesen, wenn du dich vorher mit mir in Verbindung gesetzt hättest... So Überraschungen mag ich ehrlich gesagt nicht wirklich..." Es klang noch ein kleiner Vorwurf in ihrer Stimme mit, doch er überhörte ihn. Ein wenig verstehen konnte er es ja. Er küsste sie auf die Wange und lächelte, dann stand er von ihrem Bett auf und sagte: "I will go home now. Kommst du mit downstairs?"
Jess nickte und die beiden gingen zusammen die Stufen herunter zu Jess' Freundinnen, die unten auf der Couch saßen, aber eindeutig verspannt zur Treppe herauf sahen. Der Fernseher lief zwar, aber er wurde kaum beachtet. Man konnte ihnen ansehen, dass sie sich - mal wieder - Sorgen machten, doch diese verblassten, als sie Jess und Rea zusammen sahen. Jess sah wieder in Ordnung aus - und Rea grinste ihnen zu. Bevor Dana und Steffi etwas sagen konnten lief Rea zur Haustür, öffnete sie und winkte den Mädchen zu: "Till then! I will call you, Jess! Und nun hast du deine Friends was zu erzäh'n, or?" Rea zwinkerte Jess noch einmal zu, dann verließ er das Haus und die Tür fiel hinter ihm zu.
Aber anstatt direkt nach Hause zu gehen, blieb er noch etwas vor dem Haus stehen - und hörte wenige Sekunden später Freudenschreie, die von Dana und auch von Steffi kamen. Rea lachte, dann ging er zu seinem Auto und fuhr nach Hause.
Es würde jetzt einige Zeit in Anspruch nehmen, die weiteren Vorkehrungen zu treffen, Änderungen, und die weiteren Pläne, die Sendung betreffend; aber er ging davon aus, dass es klappen würde - und dann wür den in wenigen Wochen die ersten Blind Auditions für die neue Staffel beginnen. Und sobald diese beendet waren, die Battles, und diese neuen "Knockouts", von denen ihm Ralf erzählt hatte, hinter ihnen lagen - dann würde er, ab der ersten Live-Show, auch Jess wieder sehen.
Bis dahin würde sie sich bestimmt an die neue Situation gewöhnt haben; das einzige, was dann noch geschehen musste, und wovor auch er ein wenig Angst hatte, war in der Tat, wie die anderen, aus seinem dann bereits bestehenden Team, es aufnehmen würden, dass sie neu dazu kam... Doch darüber würde er sich Gedanken machen, wenn es soweit war. Und er würde schon die richtigen Worte finden, um sie in das Team einzuführen. Dachte er jedenfalls...
Schließlich war Rea zu Hause angekommen und wurde bereits von Jo in Empfang genommen, der er als nächstes erzählte, was Ralf und er miteinander beschlossen hatten und dass auch Jess bereits davon erfahren hatte. Jo nahm es als gegeben hin. Sie kannte seinen Dickkopf, und auch, wenn sie durchaus Befürchtungen hatte, so behielt sie diese für sich. Beide gingen zu Bett und ließen den Abend ausklingen. Der nächste Tag und die nächsten Wochen würden genug Trouble mit sich bringen...

